Vor einer herausfordernden Saison

Der EHC Uzwil startet heute Samstag mit dem Auswärtsspiel in Frauenfeld in die Meisterschaft 2012/13. Das junge Team muss sich mit Konkurrenz messen, die grösstenteils erfahrener ist und als teilweise deutlich stärker eingestuft wird.

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EISHOCKEY. Der EHC Uzwil schloss seine intensive Vorbereitungszeit, die im Mai mit dem Sommertraining begonnen hatte, am vergangenen Mittwoch mit dem letzten von acht Testspielen ab. Gegen den SC Herisau setzte es in der Uzehalle eine 2:5-Niederlage ab. Für Uzwil trafen je einmal Klopfer und Heid. Jetzt richtet sich das Augenmerk auf das heutige Spiel in Frauenfeld (20.15 Uhr).

Happiges Startprogramm

Die ersten elf Meisterschaftstage haben es in sich: Der EHC Uzwil trifft dabei auf die vier Best-plazierten der vergangenen Saison. Nach Frauenfeld folgen Bülach (heim), Dübendorf (auswärts) und Winterthur (heim). Letztere drei gehören auch zu den Favoriten für die bevorstehende Meisterschaft. Ein Start in den 1.-Liga-Winter, wie er herausfordernder nicht sein könnte. «Entscheidend ist, dass wir in den Wettkampf-Skills – Team- und Kampfgeist, Spieldisziplin – über uns hinauswachsen», sagt Trainer Roger Bader. «Wir müssen als kämpferisches Kollektiv überzeugen.» Er wünsche sich ein leidenschaftlich kämpfendes Team, sagt Bader, das mit seiner Leistungsbereitschaft und seinem Kampfgeist begeistere. «Wenn wir das schaffen, werden wir Erfolg haben.» Erfolg heisst für den EHC Uzwil zunächst einmal den Ligaerhalt als Minimalziel sowie die Playoff-Qualifikation als Optimalziel.

«Schnell und attraktiv»

Wunder erwartet auch der neue Sportchef Massimo Diem keine. Erwartungen aber hat er klare. «Ich wünsche mir, dass der EHC Uzwil als geschlossene, kompakte Einheit auftritt, dass er mit seiner kämpferischen Einstellung jedem Gegner das Leben schwer macht und ihm so die eine oder andere Überraschung gelingt», so Diem. Ziel sei zudem, dass die vielen jungen Spieler in ihrer Entwicklung einen Schritt vorwärts machen. Zudem solle der EHC Uzwil für schnelles und attraktives Eishockey stehen, «so dass die Zuschauer stets gerne in die Uzehalle kommen», sagt der Sportchef.

Frei mit B-Lizenz für Uzwil

Massimo Diem kann wenige Tage vor Saisonstart erfreut bekanntgeben, dass Lars Frei während der kommenden Monate mit einer B-Lizenz voraussichtlich einige Spiele mit dem EHC Uzwil bestreiten wird. Der Stürmer mit Jahrgang 1994 aus der Uzwiler Nachwuchsabteilung wechselte vergangenen Frühling mit einem Profi-Ausbildungsvertrag zu den Rapperswil-Jona Lakers, wo er bisher für die Elite-A-Junioren zum Einsatz gekommen ist (Team-Topskorer mit 6 Toren/2 Assists in den ersten 6 Spielen). Frei kommt vor allem für Wochentagsspiele in Frage, erstmals für das erste Meisterschafts-Heimspiel des EHC Uzwil am nächsten Dienstag, 2. Oktober, 20 Uhr, in der Uzehalle gegen Bülach.

Unsicher ist, ob auch Lukas Frick, der im Frühling ebenfalls mit einem Profi-Ausbildungsvertrag den EHC Uzwil verliess, das eine oder andere Mal für Uzwils 1. Mannschaft auflaufen wird. Denn der Verteidiger, ebenfalls Jahrgang 1994, hat zumindest vorläufig den Sprung in die NLA-Mannschaft der Kloten Flyers geschafft, mit der er während der vergangenen Tag im Einsatz stand.

Vorstand jetzt siebenköpfig

Derweil ist der Vorstand des EHC Uzwil um eine auf sieben Personen erweitert worden. Erwin Stauch, ehemaliger Sicherheitschef in der Uzehalle, kümmert sich ab sofort um das Ressort Veranstaltungen. Der Vereinsvorstand setzt sich damit wie folgt zusammen: Roger Hadorn (Finanzen und Vizepräsidium), Massimo Diem (Sport), Adi Tschenett (Nachwuchs), Rosmarie Steiner (Akten), Hanspeter Keller (Marketing), Erwin Stauch (Veranstaltungen) und Jürg Roggenbauch (Kommunikation). Einen Präsidenten sucht der EHC Uzwil vorläufig keinen. Roger Hadorn, Massimo Diem und Adi Tschenett stehen dem Vorstand bis auf Weiteres als dreiköpfiges Präsidialgremium vor. (pd)