Vor 150 Jahren fing das Singen an

Der Männerchor Jonschwil, unterstützt von den Männerchören Schwarzenbach und Lütisburg, liess sein Jubiläum mit zwei Unterhaltungsabenden ausklingen. Lieder, Theater, Tombola und Tanzmusik verbreiteten fröhliche Stimmung.

Kathrin Meier-Gross
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Dirigentin Ruth Scheiwiller ist die Frau, der die Männerchörler aufs Wort gehorchen. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Dirigentin Ruth Scheiwiller ist die Frau, der die Männerchörler aufs Wort gehorchen. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

JONSCHWIL. Das Liederprogramm eröffnete die Chorgemeinschaft mit dem lebensfrohen Ohrwurm «Funiculì, Funiculà». «S'war immer so», lautete das Motto, und die Liedtexte liessen erraten, dass das Schlagwort «Wein, Weib und Gesang» beim Männerchor noch immer seine Gültigkeit hat. «Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an», den Hit von Udo Jürgens sangen die Mannen mit sichtlicher Freude.

Lieder und Witze

«Auf die schöne, kurze Zeit, zu nehmen und zu geben, den Augenblick der Ewigkeit, den wir auf Erden leben.» Auch zum fast schon tiefsinnigen Refrain aus einem Lied von Reinhard Mey wussten «Richter» Peter Ammann und «Gerichtsdiener» Theo Hürlimann eine kurze Geschichte mit passendem Witz zu erzählen. Ein ohrenbetäubender Schuss liess das Publikum bei Hazy Osterwalds Kriminaltango zusammenzucken. Eigens für das 150-Jahr-Jubiläum hat der Männerchor die Fahne revidieren lassen. Das gelb-schwarze Vereinssymbol mit den Jahreszahlen 1863 und 1938 und dem Abbild der Kirche St. Martin wurde mit Stolz präsentiert.

Chronik geschrieben

Heinrich Aubert, der Präsident des Männerchors, sprach den Chorkameraden aus Lütisburg und Schwarzenbach sowie den Helfern im Hintergrund seinen Dank für die Unterstützung aus. Ein Kompliment überreichte er der Pianistin Katja Hänggi und der Dirigentin Ruth Scheiwiller. Zum Jubiläum hat sie zur Melodie von «Mit 66 Jahren» einen massgeschneiderten Text für die Chorgemeinschaft geschrieben: «Vor 150 Jahren, da fing das Singen an, seit 150 Jahren, da hat man Spass daran.» Das Publikum war begeistert und verlangte nach einer Zugabe. Während eines kurzen Festaktes wurde Arthur Locher geehrt. Locher, dessen Vater Silvan von 1950 bis 1977 den Chor geleitet hat, hat die Festschrift «150 Jahre Männerchor Jonschwil» verfasst. Aus Protokollbüchern, Reiseberichten und Fotomaterial hat der Autor ein kurzweiliges Porträt erstellt, das von den Höhe- und Tiefpunkten im Vereinsleben erzählt.

Kameradschaft pflegen

Was wohl immerwährend sein wird, ist die gute Pflege der Kameradschaft. Es gehört zur Tradition des Jonschwiler Männerchors, dass er sein Publikum mit einem Theater unterhält. «Dr Papagei isch tschuld», hiess der Einakter von Horst Helfrich. Darin kam humorvoll zum Ausdruck, dass manchmal die Ankläger die Schuldigen sind.

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