Von Tobel bis zum Säntis in drei Tagen

Die beiden ersten Klassen der Sekundarschule Tobel wanderten in drei Tagen auf den Säntis. Es galt, persönliche Grenzen zu durchbrechen, auf die Zähne zu beissen und einander zu helfen.

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Tobel. Am vergangenen Montag machten sich 40 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Tobel auf den Weg. Fröhlich und erwartungsvoll nahmen die Lauchetaler die erste Etappe in Angriff. Über Wil, Bazenheid, Lütisburg und Ganterswil wanderte die Gruppe dem Necker entlang nach St. Peterzell. Zu Beginn war die Stimmung noch unbeschwert und fröhlich, doch schon in der Mittagspause nahmen die ersten ihre Füsse unter die Lupe, und da und dort wurden Blasen-Pflaster aufgeklebt. Bis zum Ziel spürten alle Beteiligten, dass ihr Gehapparat nicht an solche Distanzen gewöhnt war.

Nach knapp 40 Kilometern beendete das Abendessen am Lagerfeuer einen langen und anstrengenden Tag.

Kaum Ausfälle

Am zweiten Tag lagen wiederum 28 Kilometer vor den Jugendlichen. Acht Stunden Schlaf und ein stärkendes Birchermüesli brachten die Lebensgeister wieder zurück. Nur eine Schülerin konnte wegen Gelenkschmerzen die zweite Etappe nicht in Angriff nehmen und wurde von den Eltern abgeholt.

Alle anderen machten sich mit dem Gepäck auf dem Rücken auf den Weg dem Necker entlang in Richtung Schwägalp.

Aufmunternd fordern

Die vier Begleiterinnen und Lehrer waren erstaunt, wie sich die Schüler ohne zu Murren den Necker hinauf kämpften. Gerade die letzte Strecke vor der Mittagspause verlangte vielen die letzten Energiereserven ab. Doch auf die Zähne zu beissen, war mit ein Teil der ganzen Wanderung.

Nach der Mittagspause ging es mit neuem Elan an den steilen Aufstieg zum Spicher, und alle freuten sich, als sie nach fünf Stunden in der Schwägalp ein Glace zur Belohnung bekamen.

Das Ziel Säntis

Bei strahlendem Bergwetter kämpften sich die tapferen Oberstüfler am dritten und letzten Tag die verbleibenden Kilometer den steilen Säntis hinauf.

Schon bald konnten sie die ganze Marschroute überblicken, und der aufkommende Stolz verdrängte die schmerzenden Füsse. Eine letzte stärkende Suppe in der Tierwies, und der Gipfel konnte erstürmt werden. Das Strahlen und Glänzen in den Augen der Jugendlichen auf der Spitze des Berges war alle Strapazen wert. (pd.)