Von Oberbüren nach Wil: Der Polizeistützpunkt hat bis Juli einen neuen Standort

Seit rund einer Woche befindet sich der Stützpunkt der Kantonspolizei im alten Feuerwehrdepot in Wil. Eine Übergangslösung, denn der ursprüngliche Standort wird bis Juni modernisiert.

David Grob
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Wo einst Feuerwehrautos standen, parkieren nun zwischenzeitlich Patrouillenfahrzeuge der Kantonspolizei. (Bilder: David Grob)

Wo einst Feuerwehrautos standen, parkieren nun zwischenzeitlich Patrouillenfahrzeuge der Kantonspolizei. (Bilder: David Grob)

Einzig einige beschriftete Kartonschachteln und eine Abwaschmaschine, die nicht in die vorgesehene Öffnung in der Küche passen will, zeugen noch vom Umzug des Polizeistützpunktes Oberbüren ins alte Feuerwehrdepot in Wil vergangenen Montag. Seit einer Woche arbeiten die 27 Polizisten nun vom neuen Standort aus. Es ist eine temporäre Lösung bis Mitte Juni. In dieser Zeit wird nämlich der Stützpunkt Oberbüren erneuert und für die Zukunft aufgerüstet.

Walter Duft, Chef der mobilen Polizei Fürstenland-Neckertal, sagt:

«Der Umzug ging nahtlos über die Bühne.»

Er zeigt sich zufrieden über die zwischenzeitliche neue Heimat. Heimelig sei es, sein Team habe sich schnell eingelebt. Auf zwei Stockwerken verteilt sich der neue Stützpunkt nun.

Walter Duft, Chef der mobilen Polizei Fürstenland-Neckertal.

Walter Duft, Chef der mobilen Polizei Fürstenland-Neckertal.

Im Wagendepot im Erdgeschoss, in dem einst die Feuerwehrwagen auf ihren nächsten Einsatz warteten, haben nun sechs Polizei-Patrouillen-Fahrzeuge Platz; ausserdem zwei weitere Kleinbusse, die als mobiles Büro eingesetzt werden. Hinzu kommen weitere zivile polizeiliche Einsatzwagen.

Das Obergeschoss beherbergt das Sekretariat und 17 verschiedene Arbeitsplätze. Diese teilen sich die Polizisten im Shared-Desk-System, das nach dem Umbau auch in Oberbüren zum Einsatz kommen soll. Pro Arbeitsplatz steht ein Bildschirm, an den sich eine Art Laptop anschliessen lässt, «Convertible» genannt. Jedem Polizisten steht ein solcher als persönliches Arbeitsgerät zur Verfügung, das sie auch bei Einsätzen mit sich führen. Duft sagt:

«Damit können die Polizisten bereits während des Einsatzes einen ersten Rapport aufnehmen.»

Kantonspolizei der Zukunft

Dies ist eine Massnahme, um die Polizei näher zu den Bürgern zu bringen – einer der erklärten Ansprüche des Programms «Kantonspolizei der Zukunft». Mit mehr Personal soll eine erhöhte Präsenz mit mobilen Patrouillen erzielt werden. In Oberbüren sind deshalb ab Juli 50 statt wie bisher 27 Polizisten stationiert. Der Bau aus den 1960er-Jahren muss deshalb renoviert werden. Im Juni sollen die Umbauarbeiten gemäss Duft abgeschlossen sein, ab Juli sollen die Patrouillen dann von Oberbüren starten. Dann wird wieder gezügelt.