Von oben aufgefressen

Die Häuserzeilen des Speer-Viktorias und der Alpenrose säumen bald als alleinige Überbleibsel der Gebäude die Gasse. Der Komplex wird ausgehöhlt.

Monique Stäger
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Das Spektakel rund um die Häuserzeilen des ehemaligen Speer-Viktoria und der Alpenrose ist beeindruckend. Der über 40 Meter hohe Kran reisst die Eingeweide der altehrwürdigen Häuserzeile Stück für Stück heraus.

Zimmer für Zimmer

Innert einer Woche wurde die Alpenrose bis auf ihr Fundament abgetragen. Einzig die Fassade im Norden ist Zeuge, dass hier ein Gebäude stand. Und nun geht es auch dem Speer-Viktoria ans Eingemachte. Ganze Wände entschweben – ausgerissen durch den kräftigen Arm des Krans – durch die Lüfte. Von Zeit zu Zeit hievt Kranführer Walter Schlumpf eine grosse Mulde aufs oberste Geschoss, Geröll, Holz und Schutt werden durch die Arbeiter auf diese Weise für den Abtransport vorbereitet. Die Arbeit geht zügig voran, durch die hohlen Fenster der stehengebliebenen Fassaden quellen dichte Staubwolken.

«Eine spannende Baustelle», meint Schlumpf. Er muss es wissen, denn seit über 25 Jahren ist er Kranführer. «Das ist auch für mich eine Premiere, denn bisher habe ich noch nie ein Haus mit dem Kran abgerissen, sondern immer aufgebaut.

Unter dem Keller

In den nächsten Tagen und Wochen wird auch das Speer-Viktoria ganz ausgehöhlt werden. Schluss ist beim Fundament jedoch noch lange nicht, denn unter dem Gebäude soll eine Tiefgarage entstehen. So wird sich das Aushöhlen des Gebäudekomplexes noch über einige Zeit hinziehen.