Von Fröhlichkeit geprägte Matinee

Das Orchester Gossau-Flawil und das Varius Saxophon Quartett konzertierten mit Werken aus dem 16. bis 20. Jahrhundert am Sonntagmittag im katholischen Pfarreizentrum in Flawil.

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FLAWIL. Die rund 140 Zuhörerinnen und Zuhörer im vollbesetzten Saal erwartete ein vielversprechendes Programm mit Werken aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Das Orchester Gossau-Flawil unter der Stabführung von Eliane Schärli eröffnete das Konzert mit dem «Einzug der Königin von Shaba» von G. F. Händel; majestätisch schreitend wurde das Stück dargeboten.

Fanfarenartige Klänge ertönten hernach, als aus dem Hintergrund des Saales kommend, unter dem Spiel der «Canzoni per Sonare» von G. Gabrieli, die vier Saxophonisten seitlich an den Zuhörern vorbei zur Bühne schritten. Eliane Schärli begrüsste die Anwesenden und stellte ihnen Thomas Fele, Sopran-, Markus Suhner, Alt-, Michele Croce, Tenor-, und Matthias Gubler, Baritonsaxophonist, vor. Das «Rondeau» von H. Purcell und die «Celebre Gavotta» von G. B. Martini, obwohl aus verschiedenen Epochen stammend, ähnlich strukturiert in wiederkehrende Motive, Themen und Variationen, bliesen die Saxophonisten in virtuoser, differenzierter, ausdrucksstarker Weise: langsam, schneller, pfiffiger, mit Humor und Schalk.

Unter «Beethoven & Co.» verbargen sich auch andere Komponisten, deren Werke, auszugsweise arrangiert, vom Orchester und den Bläsern mit sichtlicher Freude und grossem Engagement als Potpourri gespielt wurden. «Für Elise», in humorvoller Weise abgeändert, brachten die Saxophonisten mit Witz dar, und immer wieder blitzte das Hauptmotiv durch das Sopransaxophon auf.

Fast etwas wehmütig erklang die «Pavane» von G. Fauré, durch Orchester und Bläser fugenartig abwechselnd. Und «The Rose» (früher von Bette Midler gesungen) zeigte sich sanft vom Orchester gespielt, mit einem zarten Mundharmonika-Teil und dem Abschluss durch die Saxophonisten. Da die Beatles dieses Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum hätten feiern können, boten das Orchester «Yesterday» und die Saxophonisten «When i'm sixty-four» als Zugabe dar. Orchester und Bläser erhielten zweimal lange andauernden Applaus für das ausserordentlich gute, einfühlsame, aber auch humorvolle Spiel.

Zuvor hatten die Musiker mit der «Birewegge-Polka» auf den Apéro mit selbstgemachten Häppchen durch die Orchester-Leute hingewiesen. Alle Anwesenden genossen bei angeregten Gesprächen und weiterem unterhaltendem Saxophon-Spiel die Köstlichkeiten. (pd)