Von der Stickerei zum Gemeindehaus

Uzwil wandelt sich. An der Lindenstrasse – dort, wo das neue Gemeindehaus gebaut wird – stand im 19. Jahrhundert eine Mühle. Jahre später entstand eine Schifflistickerei. Heute kaum mehr vorstellbar, dass an diesem Ort einst ein Weiher lag.

Drucken
Teilen
Eine Schifflistickerei und ein Weiher prägten im 19. Jahrhundert das Gebiet an der heutigen Lindenstrasse. (Bild: pd)

Eine Schifflistickerei und ein Weiher prägten im 19. Jahrhundert das Gebiet an der heutigen Lindenstrasse. (Bild: pd)

UZWIL. Der Abbruch der alten Liegenschaften für den Bau des neuen Gemeindehauses geht zügig voran. Wo jetzt eine Lücke klafft, stand ab 1840 eine Mühle. Die Uze trieb das Wasserrad an. 1872 hoben die Besitzer einen grossen Mühleweiher aus.

1882 übernahmen neue Besitzer die Liegenschaft und richteten eine Schifflistickerei ein. Aus dem «Mühleweiher» wurde der «Schiffliweiher». 1902 erweiterte ein neuer Besitzer die Stickerei um den Backsteinbau entlang der Uze. Die lange Krise in der Stickereiindustrie forderte ihre Opfer. In den 1930er-Jahren schloss die «Schiffli» und der Weiher wurde zugeschüttet. (gk)