Von der Paradelinie düpiert

Der EHC Dübendorf setzt sich klar mit 8:2 (2:0, 3:1, 3:1) gegen den EHC Uzwil durch. Die Uzwiler bekundeten dabei vor allem mit dem ersten Block des EHC Dübendorf, der gleich sieben Tore erzielte, grosse Probleme.

Remo Beerli
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EISHOCKEY. Nachdem die Mannschaft von Trainer Roger Bader in dieser Saison schon viele knappe Niederlagen hinnehmen musste, war das Verdikt mit 8:2 dieses Mal äusserst klar. Vor allem die erste Reihe um Viktor Nikolic, Pascal Tiegermann, den ehemaligen Uzwiler Dennis Barts, Pascal Meichtry und Damian Reichert spielte die Uzwiler ein ums andere mal aus. Dies anerkannte auch Roger Bader. «Der erste Block von Dübendorf hat heute den Unterschied gemacht. Wir haben schlicht keine Reihe von solcher Qualität», so der Trainer des EHC Uzwil nach dem Spiel.

Lange ausgeglichen

Zu Beginn der Partie hatte noch wenig darauf hingedeutet, dass in diesem Spiel zehn Tore fallen würden. Denn Pascal Meichtry schoss den Führungstreffer erst in der 16. Minute. Adrian Stoob hatte nach einer schönen Einzelaktion die Chance zum Ausgleich, verfehlte das Tor mit seinem Versuch aber knapp. Praktisch im Gegenzug erzielte Viktor Nikolic mit einem gekonnten Handgelenkschuss über die Schulter von Gallmann im Tor der Uzwiler das 2:0 für die Gastgeber.

Doppelschlag

Auf diesen Rückstand wollten die Gäste im Mitteldrittel reagieren. Tatsächlich kamen die Uzen in dieser Phase zu einigen guten Möglichkeiten, die sie allerdings nicht nutzten. Stattdessen erzielte Tiegermann kurz vor Spielhälfte das 3:0. Als kurz darauf Renato Locher auf 3:1 verkürzen konnte, kam noch einmal Hoffnung auf, dass die Uzwiler doch noch einmal in die Partie finden würden. Aber als Barts und Wilhelm mit einem Doppelschlag innerhalb von wenigen Sekunden das Heimteam mit 5:1 in Führung brachten, war die Partie entschieden.

Schwache Defensive

Das Schlussdrittel geriet mit drei weiteren Toren zum Schaulaufen für die Paradelinie der Gastgeber. Der einzige Lichtblick aus Uzwiler Sicht war dabei der Treffer von Lukas Grau. Der 17-Jährige wurde nach dem Spiel für eine trotz der klaren Niederlage engagierte Leistung verdientermassen zum besten Spieler der Uzwiler gewählt. Für Roger Bader lag der Grund für die Niederlage auf der Hand: «Wir waren heute defensiv zu schwach. Meine Spieler haben sich in den Zweikämpfen zu oft auf den Puck anstatt auf den Gegner fixiert. Das kann man sich gegen solch einen starken Gegner nicht erlauben.»

Dübendorf – Uzwil 8:2 (2:0, 3:1, 3:1) Kunsteisbahn Im Chreis – 504 Zuschauer – Sr. Grassi (Tschnett, Büsser). Tore: 16. Meichtry (Nikolic, Ausschluss Koch) 1:0, 18. Nikolic (Tiegermann) 2:0, 27. Tiegermann (Barts, Lohrer) 3:0, 29. Locher (Steiner) 3:1, 37. Barts (Tiegermann, Reichart, Ausschluss Hollenstein) 4:1, 37. Wilhelm (Dittli) 5:1, 44. Tiegermann (Barts, Nikolic) 6:1, 48. Grau (Hofer) 6:2, 57. Nikolic (Ausschluss Meichtry und Fehlmann) 7:2, 60. Reichart (Nikolic) 8:2. Strafen: 6mal 2 Min. gegen Dübendorf und 5mal 2 Min. gegen Uzwil. EHC Dübendorf: Lüdke; Meichtry, Reichart; Lohrer, Stettler; Bernard, Hiltebrand; Trippel; Tiegermann, Nikolic, Barts; Vesely, Müller, Wüst; Pieroni, Wilhelm, Matti; Röthlisberger, Dittli. EHC Uzwil: Gallmann (41. Hutter); Bischof, Sturzenegger; Marzan, Hollenstein; Klopfer, Hofer; Steiner; Frei, Bucher, Heid; Stoob, Stüssi, Fisch; Fehlmann, Koch, Scherrer; Locher, Sinnathurai, Grau.