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Von A bis Z mit Beni national

Am Donnerstagabend sprach Beni Thurnheer beim Männerverein Sirnach zum Thema «Freuden und Leiden eines Sportreporters». Der 66-Jährige gab einen humorvollen Einblick in seine Karriere, indem er mehrere Anekdoten erzählte.
Aaron Ehrat
Beni Thurnheer schloss 1973 ein Jusstudium ab, bevor er zum Sportjournalisten wurde. (Bild: Aaron Ehrat)

Beni Thurnheer schloss 1973 ein Jusstudium ab, bevor er zum Sportjournalisten wurde. (Bild: Aaron Ehrat)

SIRNACH. «Ich mache, was ich am liebsten mache», sagte Beni Thurnheer zum Punkt A wie Arbeit. Mit 26 Stichworten – eines für jeden Buchstaben des Alphabets – führte der wohl bekannteste Schweizer Sportjournalist den Sirnacher Männerverein am Donnerstagabend durch seinen Vortrag. Zu jedem Thema sprach er rund zwei Minuten über die «Freuden und Leiden eines Sportreporters».

Seine Karriere habe er nie planen müssen. «Ich habe das grosse Glück, dass ich mein ganzes Leben einfach ja sagen durfte. Die richtigen Chancen kamen im richtigen Moment», erklärte Thurnheer.

Irrtum wird berühmt

Beni Thurnheer ging aber nicht nur auf A wie Arbeit oder P wie Pensionierung ein. Im Verlauf seines Vortrags erzählte er verschiedene kurze Anekdoten. So auch bei D wie «Detroit Silverdome». Im Multifunktionsstadion in Detroit kommentierte Thurnheer bei der Fussball-Weltmeisterschaft 1994 mit dem Eröffnungsspiel USA - Schweiz das erste WM-Spiel, das nicht unter freiem Himmel ausgetragen wurde.

Unvergessen bleibt dabei die Aussage, die Beni national kurz vor einem Gegentreffer gegen die Schweiz machte. Nachdem Georges Brégy die Schweiz mit einem wunderschönen Freistosstor in Führung gebracht hatte, kam es vor dem Schweizer Strafraum zu einem Freistoss. Co-Kommentator Günter Netzer äusserte sich besorgt: «Hoffentlich haben sie nicht so einen guten Schützen wie Brégy.» Thurnheer zeigte sich gelassener. Nachdem der Freistoss aber doch im Netz landete, war seine irrtümliche Behauptung «Es gibt keinen Zweiten wie Brégy» in der Schweiz in aller Munde. Der 66-Jährige kommentierte insgesamt zehn Fussball-Weltmeisterschaften, acht davon mit Final.

Pensum stückweise reduzieren

Bei J wie Jurist erzählte Thurnheer von seinem Werdegang. 1973 schloss er sein Jusstudium an der Universität Zürich ab. Noch im selben Jahr wurde er jedoch unter 1600 Mitbewerbern an einem Nachwuchswettbewerb für Sportreporter von Radio und Fernsehen DRS entdeckt und angestellt.

Die Pensionierung verglich Thurnheer mit dem Drogenentzug. Da er sein Hobby zum Beruf gemacht habe, sei es sehr schwierig mit 65 einfach aufzuhören. Er habe sich deshalb dazu entschieden, sein Pensum stückweise zu reduzieren und so «langsam zu landen». «Seit ich 60 bin, verringere ich mein Pensum pro Jahr um ungefähr zehn Stellenprozente», erklärte er.

Länder- und Zitatesammler

Als eine der grössten Freuden seines Berufes bezeichnete Thurnheer beim Buchstaben R das Reisen. «Da ich in meiner Karriere so viele Länder zu sehen bekam, habe ich begonnen, diese zu zählen. Zurzeit bin ich bei 88 Ländern.» Andere Lebensformen zu sehen, sei für ihn eine der grössten Bereicherungen seines Berufes, sagte der 66-Jährige.

Mit Z wie Zitate schloss Beni Thurnheer seinen Vortrag ab. «Ich sammle Zitate», sagte er. «Wenn ich ein Zitat lese, das mir gefällt, schreibe ich dieses auf und ordne es ein. Inzwischen besitze ich eine ziemlich grosse Sammlung.»

Zum Schluss gab er ein Zitat von Albert Einstein mit auf den Weg: «Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.»

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