Vom Waschbrettbauch fotografiert

Acht reiselustige Frauen vom Frauenturnverein Lütisburg auf Vereinsausflug Die Turnerinnen trafen sich um 9 Uhr am Bahnhof Lütisburg. Reiseleiterin Claire Tschirky musste das Programm am ersten Tag wetterbedingt etwas verkürzen.

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Acht reiselustige Frauen vom Frauenturnverein Lütisburg auf Vereinsausflug

Die Turnerinnen trafen sich um 9 Uhr am Bahnhof Lütisburg. Reiseleiterin Claire Tschirky musste das Programm am ersten Tag wetterbedingt etwas verkürzen. Sie fuhren mit dem Zug über Wattwil und Rapperswil nach Einsiedeln. Während der Zugsfahrt beschlossen sie, in Einsiedeln einen Kaffee zu geniessen und einen Klosterbesuch zu machen.

Besuch im Kloster

In Einsiedeln angekommen, wollten sie direkt auf ein Café lossteuern, kamen aber zuerst an einem Kleidergeschäft vorbei. Mindestens einmal schauen kostete ja nichts. Fazit: Immerhin sechs Frauen schauten nur. Nach dem feinen Kaffee und Gipfeli besuchten die Reisenden das Kloster. Diese Kirche hinterliess sicher einen Eindruck, so viel Verzierung in einer Kirche wirkte schon fast kitschig. Nach einer Stärkung fuhren sie mit dem Postauto durch das Alpthal nach Brunni. Trotz des leichten Regens beschlossen die Turnerinnen, zu Fuss den Aufstieg zum Nachtquartier Holzegg zu wagen. In kurzer Zeit erreichten sie schon das erste Bergbeizli, wo selbstverständlich eingekehrt wurde. Bei diesem Wetter konnten sie es ruhig angehen und der «Hoseabe»-Jass machte die erste Runde.

Ein heiterer Abend

Am späteren Nachmittag liefen die Wandernden ihre Reststrecke bis zur Holzegg. Das Nachtlager war überraschend gut: zwei Vierbettzimmer mit WC und Dusche auf dem Gang. Das Nachtessen verlief dann schon etwas turbulenter. Die ersten Diskussionen gab es bereits beim Bestellen. Können Nichtsenioren auch einen Seniorenteller bestellen? Der Kellner hatte sicher da schon festgestellt, dass der Abend noch heiter werden konnte. Nach einer längeren Jassrunde versuchten sie es mit Bezahlen von Essen und Übernachtung. Ein Wunder war es schon, dass man den Kellner danach nicht psychologisch betreuen musste. Als er bei der letzten Frau einkassiert hatte, musste er wieder von vorne anfangen, da er vom ewigen Geschwätz noch falsch gerechnet hatte. Der Clou an der ganzen Sache war dann noch, dass es Frauen gab, die im Kleiderladen so eingekauft hatten, dass sie am Abend Geld borgen mussten. Sonst hätten sie wohl draussen schlafen müssen…

Wanderung zum Abschluss

Am Sonntagmorgen genossen sie das Frühstück mit Aussicht trotz leichter Bewölkung. Da das Wetter danach immer besser wurde, brachen sie auf und bestiegen innerhalb von einer Stunde den grossen Mythen. Mit einer wunderbaren Aussicht wurden die Turnerinnen belohnt. Claire wollte noch ein Gruppenfoto machen, und Annelies liess es sich nicht nehmen, den attraktivsten Fotografen auf dem Berg zu organisieren. «Oben ohne» und Waschbrettbauch, das war eine Aussicht.

Nach dem Abstieg wanderten sie in Richtung Sattel. Das mit Hungergefühlen angepeilte Restaurant war ziemlich voll, und sie gerieten in eine Musig-Stobete. Mit gefülltem Magen brachen sie wieder auf und überquerten vor der Mostelegg die gigantische Hängebrücke, die 2010 erbaut wurde. Mit der Bahn gelangten sie ins Tal zurück, der Bus fuhr schliesslich zum Bahnhof Biberegg. Im Zug nach Wattwil konnten sie nochmals jassen. Ein herzliches Danke geht an Claire Tschirky für die tolle Reise.

Christina Thalmann