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Vom Aromaöl bis zur Frotteewäsche: Ein Unternehmer will vereinen, was nicht zusammenpasst

Schnäppchen und trotzdem Qualitätsprodukte: Das will Heinz Lüchinger in seinem neuen Laden in Zuzwil bieten.
Gianni Amstutz
Ob Aromaöl, Duftkerze oder Frotteewäsche: In Heinz Lüchingers Laden findet sich allerlei Preiswertes. Bild: Gianni Amstutz

Ob Aromaöl, Duftkerze oder Frotteewäsche: In Heinz Lüchingers Laden findet sich allerlei Preiswertes. Bild: Gianni Amstutz

Lange stand sie leer, die Gewerbefläche gleich beim Eingang des Coop in Zuwzil. Das wird sich nun ändern. Heute Samstag eröffnet hier ein neuer Laden, der sich «Pappenstiel» nennt. Im Angebot des neuen Geschäfts stehen Gegenstände des täglichen Bedarfs wie etwa Schüsseln, Handtücher und Koffer, aber auch elektronische Produkte wie Kopfhörer.

Hinter der Geschäftsidee von «Pappenstiel» verbirgt sich der Balgacher Heinz Lüchinger. 30 Jahre hat er Erfahrungen in unterschiedlichen Positionen in Unternehmen gesammelt und als Berufsschullehrer sein Wissen weitergegeben. Nun möchte er eine neue Herausforderung angehen und wagt den Schritt in die Selbstständigkeit.

Primär Schnäppchenjäger ansprechen

«Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, ist immer ein gewisses Risiko», sagt Heinz Lüchinger. Er sei aber überzeugt, mit seinem Laden Erfolg haben zu können. Diese Zuversicht schöpft er aus seinem Konzept. Denn Lüchinger will primär Schnäppchenjäger ansprechen. Produkte sollen bei ihm gemäss eigener Aussage bereits ab einem Franken erhältlich sein, aber es gibt auch wesentlich teurere Produkte. Eine ähnliche Strategie kennt man von den 1-Euro-Shops im Ausland, die allerlei zu Billigpreisen anbieten.

«Preiswert, aber sicher kein Ramsch»

«Ich will ganz sicher keinen Ramsch in meinen Regalen», betont Heinz Lüchinger. Die Produkte sollen zwar erschwinglich sein, die Qualität müsse aber trotzdem stimmen. «Wenn ich selbst etwas kaufe, das schnell kaputt geht oder nicht funktioniert, war ich das letzte Mal in diesem Laden.» Deshalb sieht er auch Billigpreisplattformen im Internet wie beispielsweise Ali-Express oder Wish nicht als Konkurrenten an. «Ich höre sehr oft, dass bei diesen Anbietern die Qualität nicht stimmt, und es wundert mich dann auch nicht»

In seinem Geschäft soll das anders sein. Schliesslich sei er darauf angewiesen, dass die Kunden wiederkommen und seine Produkte auch weiterempfehlen. Qualität sei für ihn also nicht lediglich ein Verkaufsargument, sondern Grundvoraussetzung für den Erfolg seines Geschäfts.

«Günstig, aber keine Billigatmosphäre»

Aber nicht nur auf die Qualität der Produkte legt Heinz Lüchinger Wert. Das wird schon im Namen des Geschäfts – es heisst «Pappenstil» – erkennbar. Produkte, die sich auf den Regalen bis zu den Decken hinauf stapeln, das werde es in seinem Laden nicht geben, sagt er. «Günstige Preise ja, aber keine billige Atmosphäre», lautet Lüchingers Credo. Stilvoll soll es sein «und nicht aussehen wie im Krieg», wie das bei manchen anderen Geschäften in diesem Preissegment der Fall sei.

Mietzins und Lage sprechen für Zuzwil

Trotzdem stellt sich die Frage, wie das funktionieren soll. Schliesslich hat Qualität stets ihren Preis. «Mein Ziel, die Fixkosten möglichst tief zu halten, habe ich bereits erreicht.» Mit dem Ladenlokal in Zuzwil, das eine Fläche von über 150m2 hat, sei dies möglich. Der Mietzins war nebst der Lage ein Grund für die Standortwahl gewesen, sagt Lüchinger. In Wil beispielsweise habe er sich auch nach Ladenflächen umgeschaut, doch dort sei der Mietzins ungleich höher gewesen. Als weitere Bedingung für den Erfolg nennt Lüchinger die Menge. «Manche Produkte kann ich nur so günstig anbieten, weil viel über die Menge läuft.»

Keine Konkurrenz für Coop und Migros

Dass er mit seinen Preisen zur Konkurrenz für naheliegende Grossverteiler wie Coop und Migros werden könnte, verneint Lüchinger. Einerseits unterscheide sich das Angebot deutlich, nur schon da er keine Lebensmittel anbiete, anderseits verstehe er sich mehr als Ergänzung. In Shoppingzentren habe es auch viele Läden, deren Sortiment sich teilweise überschneide. Trotzdem sei es für die Kunden attraktiv, mehrere Einkäufe an einem Standort miteinander zu verbinden. So sieht der Geschäftsführer die nahe gelegenen Geschäfte nicht als Konkurrenz, sondern als Chance auf Laufkundschaft.

Hinweis: Eröffnung mit Wurst und Getränken: Samstag, 2.November.

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