Vom Alltag geprägte Gesundheit

Der Frauentreff Flawil lud am Montagabend im Zwinglisaal zu einem Vortrag. Titel der Veranstaltung: «Die Gesundheit prägt den Alltag, der Alltag prägt die Gesundheit». Dabei erklärten zwei einheimische Physiotherapeutinnen, wie man im Alltag gesund bleibt.

Jonas Lüdi
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Das Publikum und Sonja Bernsteiner hören den Ausführungen von Anja Wein gebannt zu. (Bild: Jonas Lüdi)

Das Publikum und Sonja Bernsteiner hören den Ausführungen von Anja Wein gebannt zu. (Bild: Jonas Lüdi)

FLAWIL. «Gesundheit ist ein wahnsinnig weitläufiges Thema, über welches wohl tage- und nächtelang diskutiert werden könnte», mussten auch die beiden Flawiler Physiotherapeutinnen Sonja Bernsteiner und Anja Wein eingestehen. Sie waren vom Frauentreff gebeten worden, über die Gesundheit zu referieren. Dies taten die Veranstalterinnen auch mit dem Hintergedanken, zusätzlich ein jüngeres Publikum empfangen zu dürfen, was ihnen offensichtlich gelang. Sonja Bernsteiner begann die Präsentation damit, den riesigen Sachverhalt auf die wichtigsten Eckpfeiler herunterzubrechen. Gesundheit bestehe grundsätzlich aus den vier Bereichen Entspannung, Ernährung, Bewegung und Bewusstsein. «Auf diesen Inhalten baut eine gute Gesundheit auf.»

Tips und Tricks

Sonja Bernsteiner ging nicht nur auf Theorie und Fakten ein, sondern zeigte auch gleich Anwendungsmöglichkeiten und kleinere Kniffs. Stress sei bekanntlich schlecht für die Gesundheit. Gelassenheit in gesundem Masse wirke Wunder und führe zu einem besseren Wohlbefinden und zu mehr Zufriedenheit. «Manchmal muss man sich bewusst Freiraum schaffen. Man kann beispielsweise in der Agenda einen Termin mit Frau Niemand eintragen und sich bewusst Zeit für sich und seine Bedürfnisse nehmen.»

Ein weiteres praktisches Beispiel führte die Physiotherapeutin im Publikum durch. Alle schlossen die Augen und regulierten bewusst ihren Atem. Damit könne der Puls innert kürzester Zeit beruhigt und somit Stress abgebaut werden. Auch Wärmekissen oder Gedankenreisen waren Ideen, die beim Publikum Anklang zu finden schienen.

Der Inhalt «Ernährung» wird in Medien und Foren schon beinahe totgeredet, und doch vermochte die Referentin einige erwähnenswerte Punkte hervorzuheben. Als sie die Zahlen zum durchschnittlichen Konsum von Zucker und Glutamaten nannte, ging ein erstauntes Raunen durch den Zwinglisaal.

Wenig bringt auch was

Neun Stunden verbringe man täglich im Sitzen, erklärte Anja Wein, nachdem sie ihre Zuhörer zum Aufstehen aufgefordert hatte. Sie begann ihren Teil zur Bewegung mit Bewegungs- und Lockerungsübungen. Unzählige Vorteile für die körperliche und psychische Verfassung konnte sie den Anwesenden näherbringen. Um einen relativ grossen Effekt für die Gesundheit zu erzielen, sei kein grosser Aufwand nötig. Zweieinhalb Stunden Bewegung mit mittlerer Intensität oder eineinhalb Stunden mit hoher Intensität pro Woche täten Körper und Seele bereits sehr viel Gutes. «Einmal in der Woche etwas tun, ist bereits viel besser, als sich gar nicht zu betätigen. Das Wichtige ist, dass man seinem Körper Bewegung gönnt.»

Sonja Bernsteiner schlug zum Schluss mit dem Thema Bewusstsein auch noch den Bogen zum Religiösen. Ihrer Aussage, dass Christen ein Privileg hätten, da sie sich mit Problemen und Lastern stets an Gott wenden könnten, verlieh sie mit einem Ausschnitt aus der Bibel Nachdruck.

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