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Vollmond ersetzt Kerzenlicht: Das Oberuzwiler Weihnachtssingen kämpfte mit dem Wind

Alles ist angerichtet, die Kerzen sind in Sternform auf dem Dorfplatz platziert, der Glühwein dampft. Doch dieses Mal kommt es am beliebten Weihnachtssingen in Oberuzwil ein klein wenig anders.
Christoph Heer
Die Kinder horchen gebannt dem Weihnachtsmärchen von Lisbeth Wirth. (Bild: Christoph Heer)

Die Kinder horchen gebannt dem Weihnachtsmärchen von Lisbeth Wirth. (Bild: Christoph Heer)

Da pfeift es einem aber mächtig um die Ohren. Wohl dem, der eine wärmende Kopfbedeckung mit dabei hat, denn obschon sich an diesem Samstagabend am Weihnachtssingen in Oberuzwil die Temperaturen bei knapp zehn Grad Celsius justieren, fühlt es sich wegen des Windes bitterkalt an. Die eine Windböe zu viel ist denn auch schuld daran, dass die in Sternform auf dem Dorfplatz platzierten Kerzen in diesem Jahr keine romantische Beleuchtung abgegeben. Nichtsdestotrotz wird auch dieses – längst zur Tradition gehörende – Weihnachtssingen ein Erfolg; Windböen hin, Luftmassen her.

Die Stimmung auf dem Dorfplatz ist gut, zuweilen fast herzlich. Man kennt sich, man mag sich und man feiert zusammen die schönste Zeit des Jahres. Insbesondere für die vielen Kinder ist es immer wieder ein tolles Erlebnis, so kurz vor dem Tag der Tage. Denn nicht nur an Heiligabend, wenn das Christkind kommt, gibt es Geschenke. Auch am Weihnachtssingen darf man sich eindecken mit wärmendem Glühwein, feinem Punsch und schmackhaften Guetzli.

Gute Herzen statt brennende Kerzen

In den Händen der Besucherinnen und Besucher brennen noch einige wenige Kerzen, die Kinder geben nicht auf und entzünden sie ein ums andere Mal. Eine Besucherin sagt, dass die Kerzen nur eine untergeordnete Rolle spielten, viel wichtiger seien
die guten Herzen, welche aus diesem Gemeinschaftserlebnis eine wunderbare Stunde der Zusammengehörigkeit machten.
Wie schon in den vergangenen Jahren hält die Kulturkommission der Gemeinde die Organisation des Weihnachtssingens inne. Der Präsident, Reto Almer, betont dahingehend, dass am bewährten Konzept festgehalten wird. «Wir werden wiederum sieben bekannte Weihnachtslieder singen. Und auch die beliebte Kindergeschichte ‹Vom kleinen Stern› von und mit Märchenerzählerin Lisbeth Wirth darf natürlich nicht fehlen.»

Und dann wird gesungen. Kräftig, stimmgewaltig und doch mit dem nötigen Gespür, die Töne zu treffen. Ein riesiger Chor, gespickt mit unzähligen Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenenstimmen. «Ihr Kinderlein kommet», «Zimetstern hani gern», oder «Stille Nacht» erklingen zum Wohlwollen Aller. Begleitet wird der Chor von der Bläsergruppe, bestehend aus Mitgliedern der Musikgesellschaft Bichwil-Oberuzwil – auch nicht die einfachste Übung, Blasinstrumente zu spielen, wenn einem die starke Luft um die Nase peitscht. Die weihnächtlichen Kurzgeschichten von Lektorin Petra Schneider runden den stimmungsvollen Anlass ab, während sich die helfenden Hände bereit machen. Denn Singen macht durstig und die Guetzli wollen auch schnellstmöglich aus ihren Verpackungen raus.

Der Vollmond spendet Helligkeit

Ein schönes Zeichen und die Erfüllung des Wunsches von Kulturkommissionspräsident Reto Almer lässt das diesjährige Weihnachtssingen in bester Erinnerung bleiben. In seiner Begrüssungsrede hoffte er nämlich auf die Mithilfe des Vollmondes: «Wenn es uns die Kerzen schon ausbläst, könnte ja der Vollmond in die Bresche springen und etwas Helligkeit spenden.» Schon beim zweiten Lied war es soweit, die letzten Wolkenschwaden verzogen sich und der Vollmond leuchtete in seiner ganzen Pracht auf den Dorfplatz. Es war ein herrliches Bild inmitten unzähliger Freunde.

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