VOLLEYBALL: Die Euphorie hält an

Die Frauen von Volley Toggenburg schlagen auswärts den VB Therwil in fünf Sätzen (25:20, 26:28, 15:25, 25:11, 15:10) und realisieren in der Finalrunde den ersten Sieg.

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Die Spielerinnen von Volley Toggenburg überraschen weiterhin und kehren mit einem Auswärtssieg nach Hause zurück. (Bild: Reinhard Kolb)

Die Spielerinnen von Volley Toggenburg überraschen weiterhin und kehren mit einem Auswärtssieg nach Hause zurück. (Bild: Reinhard Kolb)

Beim zweitbesten Team der Westgruppe brachte erst der fünfte Satz die Entscheidung. Die Wattwilerinnen liegen damit auf dem fünften Tabellenrang.

Der VB Therwil gilt als starkes Heimteam. Auf diese Saison hin haben sich die Baslerinnen geschickt verstärkt und standen vor diesem Spiel nicht unverdient auf dem zweiten Zwischenrang. Zum Team dazugestossen sind Marina Kühner aus Köniz, Fa­bienne Geiger von Sm’Aesch-Pfeffingen und die ehemalige Zuspielerin der Nationalmannschaft Stephanie Bannwart. Das erste Spiel in Schan gewann Therwil vor Wochenfrist noch klar mit 3:0 Sätzen. Volley Toggenburg bereitete sich darum auf eine schwierige Auswärtspartie vor.

Therwil zu Hause eine Macht

Die Gäste aus dem Toggenburg starteten besser ins Spiel und wiesen vor allem in der Verteidigung und am Service eine höhere Qualität als ihre Gegnerinnen auf. Der erste Satz ging so verdient an die Wattwilerinnen. Der zweite Satz war dann völlig ausgeglichen. Toggenburg spielte nicht mehr ganz so konsequent, Therwil nutzte seine Chancen besser. Beide Teams konnten ihre Satzbälle am Schluss nicht durchbringen. Schliesslich setzte sich der VB Therwil mit 28:26 durch. Mehr als der Satzverlust schmerzte Volley Toggenburg der verletzungsbedingte Ausfall von Ingrid Volpi. Eine Muskelzerrung aus dem Training verschlimmerte sich immer mehr, so dass Volley Toggenburg im dritten Satz bereits beim Stande von 1:1 zu einem Wechsel gezwungen war. Jetzt übernahm Leslie Betz die Funktion der Passeuse.

Die routinierte Aussenangreiferin machte ihre Sache zwar sehr gut, trotzdem war das Spiel der Wattwilerinnen von grossen Unsicherheiten geprägt. Das Team fand sich auf den neuen Positionen kaum zurecht und musste den dritten Satz klar an das Heimteam abgeben. Im vierten Satz versuchte Volley Toggenburg, auf die neue Situation zu ­reagieren. Ingrid Volpi griff zwar wieder ins Spielgeschehen ein, wurde aber so gut wie möglich entlastet. Auf das Blockspiel verzichtete Volpi in der vorderen Reihe sogar ganz.

Der Sieg ist das Produkt einer starken Teamleistung

In dieser Situation rückte die ganze Mannschaft näher zusammen, spielte eine Spur präziser und unterstützte die angeschlagene Zuspielerin nach besten Kräften. Im Gegensatz dazu klappte bei Therwil praktisch nichts mehr. Mit zu vielen Eigenfehlern wurde Volley Toggenburg richtiggehend aufgebaut.

Die Wattwilerinnen liessen sich diese Chance nicht entgehen und spielten im vierten und fünften Satz mit viel Druck am Service und einer starken Teamleistung. So kam Volley Toggenburg trotz der angeschlagenen Zuspielerin zu einem hart erkämpften Sieg im fünften Satz. Mit diesem ersten Sieg im Jahre 2017 kann das Team den Anschluss an das ausgeglichene Mittelfeld in dieser Gruppe der acht besten Teams halten. (pd)

Rangliste Finalrunde: 1. Münchenbuchsee 2/8 (6:2). 2. Neuchâtel UC II 2/6 (6:3). 3. Therwil 2/6 (5:3). 4. Aadorf 2/6 (4:3). 5. Toggenburg 2/4 (5:5). 6. Fribourg 2/3 (3:3). 7. Glaronia Glarus 2/3 (2:6). 8. Galina Schan 2/0 (0:6).