VOLLEYBALL: Amriswil ist Quali-Sieger

Amriswil machte im Heimspiel gegen Einsiedeln alles klar und kann nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden.

Bernhard Windler
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Volley Amriswil darf aus der Pole-Position in die NLA-Playoffs starten. Gegner im Viertelfinal wird das Team aus Einsiedeln sein, welches auch am Samstag im zweitletzten Qualifikationsspiel gegen Amriswil antreten musste und mit 0:3 verlor.

Wenn mit Volley Amriswil der Tabellenführer auf den Letzten Einsiedeln trifft, verheisst das nicht unbedingt ein spannendes, ausgeglichenes Spiel. Trotz dieser Ausgangslage liessen es sich 520 Zuschauer am Samstag nicht nehmen, ihr Team im Tellenfeld zu unterstützen. Sie bekamen im ersten Satz eher bescheidene Volleyballkost vorgesetzt. Von Beginn weg gingen die Amriswiler in Führung, und via 6:2 und 11:6 schienen sie beim 16:10 einem klaren Satzgewinn entgegenzusteuern. Doch in der Folge machten es die Platzherren spannend, und bei 22:21 waren die Innerschweizer plötzlich ganz nahe dran. Aber wie immer war auch in dieser Situation auf die Leistungsträger Verlass: Das 23:21 besorgte Sébastien Steigmeier, und Josh Howatson bewies in der Folge, dass seine Aufschläge immer dann kommen, wenn es vonnöten ist: Mit einem Ass holte er drei Satzbälle heraus. Die beiden ersten konnten die Schwyzer noch abwehren, doch wieder Steigmeier brachte den Satz ins Trockene.

Leistungssteigerung im zweiten Satz

Den glimpflich ausgegangenen Fehlstart wollten die Thurgauer vergessen machen, und der Start in den zweiten Satz war denn auch fulminant. 10:1, 13:3 und 17:6 hiessen die Zwischenstationen, und in dieser Phase hatte Einsiedeln den Einheimischen nichts entgegenzusetzen. Coach Pavlicevic gab sodann Malte Stiel und dem leicht angeschlagenen Aleks Ljubicic eine Chance. Sie kamen für Fellay und van Berkel und halfen mit, dass der Satz mit 25:13 klar an Amriswil ging.

Im dritten Satz gelang es den Klosterdörflern zwar, das Spiel wieder ausgeglichener zu gestalten, doch eine echte Chance auf einen Satzgewinn bot sich ihnen nicht mehr. Beim Stande von 22:13 erhielt auch Robin Muntwyler eine Chance, sein Können zu zeigen, und mit 25:19 stand nach 76 Spielminuten der Sieger fest.

Weil der erste Verfolger Schönenwerd sein Heimspiel gegen den Tabellendritten Näfels überraschend klar mit 1:3 verlor und Lausanne gleichzeitig gegen Jona zu einem Dreipunktesieg kam, liegt Amriswil neu sieben Punkte vor Schönenwerd, acht Punkte vor Näfels und neun Punkte vor Lausanne. Da in der letzten Runde mit einem Heimsieg von Schönenwerd gegen Luzern gerechnet werden kann, machen Näfels und Lausanne im Direktkampf im Glarner Unterland den wahrscheinlichen Playoff-Halbfinal-Gegner von Amriswil unter sich aus.

Am kommenden Samstag empfängt Amriswil Jona zum letzten Spiel in der Qualifikation. Das Spiel im Tellenfeld beginnt für einmal schon um 16.30 Uhr.

Bernhard Windler

sport@thurgauerzeitung.ch