Volk hat richtig entschieden

Steuerfuss von 124 Prozent der Stadt Wil für das Jahr 2011. Vor einem Jahr beantragte der Wiler Stadtrat eine Steuerfusserhöhung von 4 Prozent.

Drucken
Teilen

Steuerfuss von 124 Prozent der Stadt Wil für das Jahr 2011.

Vor einem Jahr beantragte der Wiler Stadtrat eine Steuerfusserhöhung von 4 Prozent. Die schwarz-rot-grüne Mehrheit im Parlament kümmerte sich nicht um die daraus entstehende Zusatzbelastung der Wiler und Wilerinnen. Es ist dem Ratsreferendum von FDP, SVP und Grünliberalen zu verdanken, dass am 7. März 2009 das Volk diese Steuererhöhung deutlich bachab schicken konnte.

Die vom Stadtrat im Finanzplan 2010–2014 für das Jahr 2011 wiederum vorgesehene Steuererhöhung um 4 Prozent wurde erst in letzter Minute wieder rückgängig gemacht. Das ist erfreulich für die Steuerzahler, aber es hinterlässt ein ungutes Gefühl.

Weshalb dieser Sinneswandel?

War es die Angst vor einem erneuten Ratsreferendum und dem wiederholten Scheitern in einer Volksabstimmung? Oder geschah dies im Hinblick auf die enorme steuerliche Zusatzbelastung wegen des geplanten

Sportparks Bergholz? Sicher hat es nichts mit Sparanstrengungen zu tun, denn der Personalaufwand stieg um 1,79 Prozent, und der «goldige Boden» zwischen Rathaus und Hof wurde auch realisiert. Dass die Einnahmen aus der Einkommens- und Vermögenssteuer natürlicher Personen höher ausfiel als budgetiert, ist das alleinige Verdienst der Steuerzahler.

Bergholz im Nacken

Es bleibt die Frage, wo wir heute stünden, wenn nicht dank des Ratsreferendums von FDP, SVP und Grünliberalen das Volk das Begehren nach Steuererhöhung von Stadtrat und Parlament abgelehnt hätte. In diesem Fall würde die überhöhte Steuerbelastung sicher beibehalten, denn es glaubt wohl niemand, dass mit der zusätzlichen Steuerbelastung durch Bergholz im Nacken der Steuersatz wieder gesenkt worden wäre.

Werner Anderegg Bronschhoferstr. 24 9500 Wil