Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vizemeisterin mit treuem Vereinsherzen

Silber im Mixeddoppel und Bronze im Frauendoppel. Cendrine Hantz gehört mit zwei Medaillen zu den grossen Siegerinnen der diesjährigen Badminton Schweizer Meisterschaften in Zürich. Die 20-Jährige äussert sich über ihre weitere Zukunft beim Badminton Club Uzwil.
Cendrine Hantz hält ihrem Verein die Treue und will wieder aufsteigen. (Bild: zVg.)

Cendrine Hantz hält ihrem Verein die Treue und will wieder aufsteigen. (Bild: zVg.)

Gratulation zu Ihren beiden Medaillen. Letztes Jahr gewannen Sie Silber, nun kam sogar eine bronzene Auszeichnung dazu. Hätten Sie sich selbst erträumt, dass Sie das letztjährige Resultat nochmals übertreffen können?

Cendrine Hantz: Natürlich steckte ich meine Erwartungen hoch, dennoch konnte ich nicht mit zwei Podestplätzen rechnen. Zumal ich mit meiner Doppelpartnerin Farha Razi diese Saison nur wenige Ernstkämpfe bestritt und wir nie wirklich überzeugen konnte. Es resultierten einige ärgerliche Niederlagen. Umso glücklicher bin ich, dass wir erneut an den Schweizer Meisterschaften unsere Form fanden.

Und die Vorbereitung mit Ihrem Mixedpartner Livio Dorizzi aus St. Gallen fiel sogar gänzlich aus.

Hantz: Tatsächlich trainierte ich mit Livio nicht ein Mal vor den Meisterschaften. Da er verletzt war und in letzter Zeit in Bern trainierte, war dies unmöglich. Vielleicht verdanken wir aber genau diesem Umstand unseren Überraschungserfolg. Wir starteten ohne Druck und Erwartungen ins Turnier und spielten befreit auf. Taktisch harmonierten wir auf Anhieb, schliesslich spielten wir schon in unserer Juniorenzeit miteinander.

Mit dem aktuellen Erfolg unterstreichen Sie, dass Sie zweifelsohne zu den besten Schweizer Badmintonspielerinnen gehören. Wie wichtig ist für Sie das gute Abschneiden?

Hantz: Ich bin hauptsächlich stolz auf meine Leistung. Weil mit den beiden Podestplätzen bewies ich auch mir selbst, dass es nicht nur Badmintonathleten aus dem nationalen Stützpunkt in Bern an die Spitze schaffen.

Weshalb trainieren Sie nicht mit dem Nationalkader in Bern?

Hantz: Ich habe mich schon vor drei Jahren gegen den Spitzensport und für den beruflichen Weg entschieden. Momentan studiere ich Physiotherapie in Winterthur und besuche täglich die Schule an der ZHAW. Da bleibt nicht mehr viel Zeit.

Und trotzdem suchte der Nationaltrainer nochmals das Gespräch mit Ihnen.

Hantz: Das ist richtig, er hat mir vorgeschlagen wenigstens zwei Trainings pro Woche in Bern zu besuchen. Allerdings ist dieser Aufwand für mich unmöglich. Ich will möglichst oft in Uzwil trainieren und werde hier mein Bestes geben.

Treten Sie gleichzeitig also im Badmintonsport kürzer und streben keine grösseren Ziele mehr an?

Hantz: So will ich es nicht unterstreichen. Ich strebe weiterhin nationale Spitzenplätze an und möchte mit den besten Schweizer Badmintonspielerinnen mithalten. Allerdings reduziere ich den zeitlichen Aufwand auf ungefähr drei Trainingseinheiten pro Woche. Ich habe Spass am Badminton und das ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg.

Leider bleibt der Erfolg in der Nationalliga A diese Saison aus. Der Abstieg von Uzwil ist fast schon besiegelt. Werden Sie den Verein verlassen?

Hantz: Tatsächlich ist die aktuelle Situation als Tabellenletzter unangenehm und für uns Uzwiler ungewöhnlich. In den letzten Jahren qualifizierten wir uns stets für die Playoffs und standen vor zwei Jahren sogar im Finale. Nun gilt es für alle Spieler aus dem Team sich sportliche Zukunftsgedanken zu machen und einen persönlichen Entscheid zu fällen.

Sie haben sich bereits entschieden?

Hantz: Ich habe mich entschlossen und werde weiterhin für den Badminton Club Uzwil spielen. Seit elf Jahren gehöre ich diesem Verein an und durfte unvergessliche Zeiten miterleben.

Nun müssen wir für einmal unten durch. Ich stehe dazu und will bei einem Abstieg gemeinsam mit dem Verein den sofortigen Wiederaufstieg erreichen. Das soll nicht nur für den Verein oberste Priorität haben, sondern ist auch für mich das nächste grosse und erstrebenswerte Ziel.

Interview: bcu.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.