VISION: Einen Ort für Jung und Alt schaffen

Die Planung des Schulhauses Schwarzenbach läuft. Im Vordergrund stehen Schulraumbedürfnisse. Darüber hinaus besteht auch der Wunsch nach einer Dorfmitte als Treffpunkt für alle Generationen.

Thomas Riesen
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Drei Generationen vereint: Genau diesen Geist soll die Dorfmitte in Zukunft ausstrahlen. (Bild: Marlies Scarpino)

Drei Generationen vereint: Genau diesen Geist soll die Dorfmitte in Zukunft ausstrahlen. (Bild: Marlies Scarpino)

Thomas Riesen

redaktion@wilerzeitung.ch

Für Theres Germann und Josef Gehrig von der IG Aktives Alter sowie Silvia Rutschmann von der Elternvereinigung ist klar: Sie sind nicht gegen einen Neubau des Schulhauses in Schwarzenbach, aber ihnen gehen die Ideen für die Umgebung zu wenig weit. Sie wünschen sich mehr als ein Schulareal, schliesslich sei die zentrale Lage im Dorf ideal für eine geplante Dorfmitte. «Schule und Gesellschaft müssen gleichzeitig stattfinden», betont Theres Germann. Wie die Dorfmitte gestaltet werden könnte, recherchierten Delegationen in Frauenfeld, Niederuzwil, Basel, Kirchberg und Wil. In diesen Städten und Dörfern entdeckten sie verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten von Begegnungsorten für alle Generationen. Der Rest sei nun Verhandlungssache zwischen Gemeinde, Schule, Vereinen und Bevölkerung.

Drei Elemente sind gesetzt

Gesetzt ist für Theres Germann, Josef Gehrig und Silvia Rutschmann, dass ein Fussballplatz, eine Spielwiese und ein Spielplatz Teil des Gesamtkonzepts sein müssen. Darüber hinaus wünscht sich die Vertreterin der Elternvereinigung, dass die Gestaltung so umgesetzt wird, dass eine Nutzung für Unterrichtszwecke möglich ist. Einig sind sich die drei in Bezug auf die Parkplatzsituation. Sie wünschen sich eine Tiefgarage. Damit keine Grünfläche für Parkplätze geopfert werden müsse, wie sie argumentieren.

Im Gegensatz zu anderen Visionären haben sich die IG Aktives Alter und Elternvereinigung auch bereits mit der Finanzierung befasst. Die Stiftung Hopp-la aus Basel wäre eventuell bereit, die Hälfte der Infrastrukturkosten zu übernehmen und sich an einem betreuten Betrieb zu beteiligen. Das sei Verhandlungssache. Um den Rückhalt für ein Projekt zu stärken, wünschen sich Theres Germann, Josef Gehrig und Silvia Rutschmann einen Zwischenschritt bei der Präsentation. So könnte jeder Verein einen Delegierten stellen, der an einer Konsultativabstimmung teilnimmt. An dieser würde entschieden werden, welches Projekt der Bevölkerung präsentiert wird. Gleichzeitig legen sie Wert darauf, die Kompetenz der Jury nicht in Frage zu stellen. Doch die Vereine seien eine Brücke zur Bevölkerung. Gemeindepräsident Stefan Frei reagierte zurückhaltend auf die Vorschläge der Gruppe. Die Details zur Gestaltung seien Teil des Anforderungsprofils für den Generalplaner. Darüber hinaus sei in der zweiten Jahreshälfte geplant, die Varianten mit der Bevölkerung zu diskutieren. Über das Verfahren würden Baukommission sowie die Behörde entscheiden.