Vierte Säule der Altersvorsorge

Mit einer umfassend informierenden Präsentation sämtlicher Bereiche der Nutzung von Sonnenenergie hat die Solargenossenschaft Bichwil auf dem Areal des Werkhofs Oberuzwil den Tag der Sonne 2014 eindrücklich zelebriert.

Christine Gregorin
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Probefahrten mit Elektroautos erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Probefahrten mit Elektroautos erfreuen sich grosser Beliebtheit.

OBERUZWIL. «Die grobe Ausrichtung der Energiewende ist skizziert», schreibt Präsident Stefan Brändle in seiner vorgängig auf der Website der Solargesellschaft veröffentlichten Kolumne zum Tag der Sonne 2014. Konkret bedeutet das in seinen Augen: «Überflüssigen Verbrauch eliminieren, Energiesysteme effizienter gestalten und vernetzen, unerwünschte Energieträger durch erneuerbare lokale Ressourcen ersetzen und Einschränkung da, wo sie nicht weh tut. Die erfolgreiche Umsetzung brauche aber noch etwas mehr: Menschen, die sich dafür entscheiden.»

Ganze Bandbreite präsentiert

Wie sehr ihm und seinen Vorstandskollegen diese Thematik am Herzen liegt, wurde am Samstag deutlich. «Sie darf durchaus als vierte Säule der Altersvorsorge bezeichnet werden», lautet deren einhelliges Credo. Fein säuberlich aufgeteilt in die Komponenten Solarwärme und Solarstrom kam auf dem Areal des Werkhofs Oberuzwil die ganze Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten zum Tragen. Es war für jeden Interessierten etwas dabei, zudem standen kompetente Fachpersonen jederzeit Rede und Antwort.

Informative Vielfalt

Zahlreiche Attraktionen wie eine Hebebühne, um die Photovoltaikanlage auf dem Werkhofdach aus nächster Nähe zu betrachten, das Solarmobil der Solar-Energy-Racers des Vereins Buhler Renewable Energy Association, ein faszinierender Solargrill und nicht zuletzt die Probefahrten mit diversen Elektromobilen sorgten überdies für viel Kurzweil. Ein Wettbewerb über realisierte Solaranlagen in der Region und die von Mittelstufen-Schulkindern kreierten Werbeplakate rundeten das Ganze stimmig ab.

Kein Sondermüll

Die landläufig weit verbreitete Meinung, dass insbesondere Photovoltaikmodule Materialien enthalten, die als Sondermüll entsorgt werden müssen, wurde richtiggestellt: Gemäss einer gemeinsamen Medienmitteilung des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie, Swisssolar, und Sens eRecycling, einer unabhängigen, neutralen und nicht gewinnorientierten, gemeinnützigen Stiftung, bestehen diese zu rund 90 Prozent aus Glas, Metallen wie Kupfer oder Aluminium und circa zehn Prozent Kunststoff. Und bei Silizium-basierten Modellen macht der eigentliche Kern eines Solarmoduls – der Halbleiter – nur gerade zwei Prozent des Gesamtgewichts aus.

Photovoltaikmodule würden die EU-Kriterien für Gefahrenabfall nicht erfüllen, heisst es darin weiter. Sämtliche analogen Technologien seien von dafür verantwortlichen Gesundheits- sowie Umweltämtern als sicher für Mensch und Natur eingestuft. Studien hätten ausserdem ergeben, dass Solarmodule weder während des Betriebs noch bei zu erwartenden oder nicht zu erwartenden Unfällen eine Gefahr für Mensch oder Umwelt darstellten.

Attraktion: Das Solarmobil der «Solar-Energy-Racers» des Vereins «Buhler Renewable Energy Association». (Bilder: Christine Gregorin)

Attraktion: Das Solarmobil der «Solar-Energy-Racers» des Vereins «Buhler Renewable Energy Association». (Bilder: Christine Gregorin)

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