Vier Gemeinden planen den gemeinsamen Kampf gegen Brände

Der Zusammenschluss der Feuerwehren Niederhelfenschwil, Oberbüren, Oberuzwil, Uzwil und Zuzwil ist in vollem Gange. Ziel ist ein Kompetenzzentrum, von welchem aus vor allem bei komplizierten Fällen geholfen wird.

Nicola Ryser
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Die Einsatzfahrzeuge der geplanten «Feuerwehr Region Uzwil». (Bilder: PD)

Die Einsatzfahrzeuge der geplanten «Feuerwehr Region Uzwil». (Bilder: PD)

Nicht lange ist es her, da haben sich die Politischen Gemeinden Niederhelfenschwil, Zuzwil und Uzwil zusammen mit den Feuerwehren aus Oberbüren und Oberuzwil bereit erklärt, eine regionale Kooperation einzugehen. Der Plan: Unter dem Projektnamen «Feuerwehr Region Uzwil» sollten die Feuerwehrleute aller Dörfer zusammen die Flammen bekämpfen. Dabei soll mehrheitlich von einem Kompetenzzentrum in Uzwil aus operiert werden. Ein Zusammenschluss, der rund 30000 Einwohner umfasst und ungefähr der Grösse der Sicherheitsverbunde von Wil und Gossau entspricht.
Das Projekt wurde nun nach dem Zuzug der restlichen Gemeinden schnell vorangetrieben. Vor einer Woche konnte man sich bereits ein erstes Bild machen, wie die fünf Feuerwehren nach dem endgültigen Zusammenschluss aussehen würden. Gleich mit allen fünf Löschwagen und zahlreichen weiteren Gerätschaften fuhren die Angehörigen der Feuerwehr beim Treffen zur Projekterläuterung in Oberbüren vor und demonstrierten so eindrücklich die Grösse der baldigen «Feuerwehr Region Uzwil».

Einsatzpläne und Rechtsform sind noch offen

Geballte Kraft gegen Feuer und andere Unbill: Um im Ernstfall möglichst effizient agieren zu können, bleiben die Ersteinsatzelemente an den bisherigen Standorten.

Geballte Kraft gegen Feuer und andere Unbill: Um im Ernstfall möglichst effizient agieren zu können, bleiben die Ersteinsatzelemente an den bisherigen Standorten.

Guido Kriech von der KMU-Beratung Kriech zeigt sich begeistert vom geplanten Zusammenschluss: «Wir haben die besten Voraussetzungen, um dieses Projekt reibungslos durchführen zu können.» Vor allem das
Equipment und Depot in den einzelnen Feuerwehren seien in sehr gutem Zustand. «Einige der Gerätschaften werden ans Kompetenzzentrum abgegeben, andere bleiben in den Standorten.»
Im Hinblick auf die Koordination der Einsätze negiert er, dass die bisherigen Standorte geschlossen würden und nur noch vom Kompetenzzentrum aus operiert werde. «Die Feuerwehren in den Gemeinden bleiben bestehen und sind neu Ortsmodule. Von dort aus werden vor allem Ersteinsätze wie das Ausrücken bei Bränden oder Unwettern durchgeführt.» Der zentrale Standort in Uzwil werde dann relevant, wenn bei speziellen Fällen die Strassenrettung, Ölwehr oder Höhenrettung per Hubretter helfen muss. Laut Kriech ist dabei vor allem wichtig, dass bei solchen Fällen die Einsatzpläne klar definiert sind. «Mit Hilfe von Gefahrenstufen wissen wir bei Ereignissen ganz genau, wer wann und wo ausrücken muss. Unsere Spezialisten werden dafür in den Ortsmodulen ausgebildet.»
Gleichzeitig sind sie am Erstellen eines detaillierten Einsatzplanes, «was noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen wird». Ebenfalls noch zu klären ist die Rechtsform. Doch dies seien nur noch Details, sagt Kriech. Sobald diese geklärt seien, stehe die «Feuerwehr Region Uzwil» zur Verfügung. Und Kriech scheint nicht der Einzige zu sein, der sich darauf freut: «Die Stimmung im Team ist sehr gut. Wir haben richtig Spass.»