Vier flinke Hände am Klavier

KIRCHBERG. Am Sonntagnachmittag konzertierten die bulgarischen Pianisten Doychen Raychev und Miroslav Boyadzhiev in der «Perlavita Rosenau».

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Das Duo Accento aus Bulgarien. (Bild: zVg)

Das Duo Accento aus Bulgarien. (Bild: zVg)

Am Ende des einstündigen Konzertes durften alle zufrieden sein: die Künstler, das Publikum, die Veranstalter. Denn Doychin Raychev und Miroslav Boyadzhiev trugen gekonnt ein musikalisches Programm vor, das gefühlsmässig einem guten Champagner entsprach: leicht, bekömmlich und eine angenehmes Gefühl hinterlassend.

Bewusst Akzente gesetzt

Werke wie die für Klavier zu vier Händen bearbeiteten Ouvertures von Mozarts «Zauberflöte» oder Bizets «Carmen» standen nicht nur am Anfang der kurzweiligen Stunde, sondern auch stellvertretend für die ganze Ausrichtung. Zutiefst romantisch das geheimnisvolle «Nocturne» Chopins, leidenschaftlich Brahms «Ungarische Tänze» und «beschwingt» Mozarts «Türkischer Marsch», wobei die Tempi teilweise im «roten Bereich» waren, was durchaus eine interessante Hörerfahrung darstellte. Das Seinige zum Gelingen trugen die Ansagen Raychevs bei, die Anekdotenhaftes und Erhellendes zu den gespielten Stücken enthielten.

Freude an Bekanntem

Dem Duo kam dabei entgegen, dass es durch seine Auftritte in der «Perlavita Rosenau» in der jüngsten Vergangenheit schon wusste, was das Publikum hören wollte, nämlich Opernmelodien, Walzer und kleine Kostbarkeiten aus dem Fundus der Wiener Klassik und Romantik. Klar, dass man da auch schon mal das eine oder andere Werk erneut spielt, das beim Publikum ankam: so zum Beispiel Chopins «Nocturne Nr. 72», Tschaikowskys «Blumenwalzer» aus dem Ballett «Der Nussknacker» oder die «Ungarischen Tänze» von Brahms. Doch das Publikum störte sich ob dieser Doubletten nicht – im Gegenteil. (pd)