Viele Wechsel in Schulleitungen

Der Toggenburger CVP-Kantonsrat Pius Bürge und 30 Mitunterzeichner sorgen sich um die häufigen Wechsel in den Schulleitungen. Eine Interpellation soll Klarheit schaffen, wie die Regierung darüber denkt.

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Pius Bürge CVP-Kantonsrat, Mosnang (Bild: pd)

Pius Bürge CVP-Kantonsrat, Mosnang (Bild: pd)

REGION. «Die Schule im Kanton St. Gallen entwickelte sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einer Handlungs- und Betriebseinheit, die über erweiterte Kompetenzen verfügt», schreibt Pius Bürge in seiner Interpellation. Damit verbunden sei die Einführung und Stärkung der Rolle der Schulleitung gewesen, indem diese für die pädagogische Leitung mit operativer Führung der Schule zuständig ist.

Grundlage geschaffen

Mit dem siebten Nachtrag zum Volksschulgesetz vom 8. Januar 2004 hat die Schulleitung im Kanton St. Gallen schliesslich eine gesetzliche Grundlage erhalten. Gemäss Volksschulgesetz Art. 114bis ist der Schulrat zuständig für die Einsetzung der Schulleitungen. Der Schulträger setzt die Rahmenbedingungen, im speziellen die Anstellung, die konkreten Aufgaben und Kompetenzen sowie die dafür nötigen Unterstützungsmittel fest.

Verunsicherung spürbar

«Nach mittlerweile mehr als zehn Jahren Erfahrung mit den Schulleitungen ist festzustellen, dass es sehr zahlreiche Wechsel bei den Schulleitungen gibt und die Nachfolgeregelungen sich schwierig gestalten», schreibt Pius Bürge. Mancherorts seien die Einsätze der Schulleitungen ausserdem von kurzer Dauer. In den Augen Bürges führen die vielen Wechsel in den Schulleitungen zu Verunsicherungen im operativen und pädagogischen Bereich des Schulbetriebs. Zudem beanspruche eine Nachbesetzung der Schulleitung zeitliche und finanzielle Ressourcen.

Vier Fragen an die Regierung

In seiner Interpellation richtet Pius Bürge vier Fragen an die Regierung. Als erstes möchte er wissen, ob sich die Regierung der Problematik der «sehr zahlreichen Wechsel in den Schulleitungen» bewusst sei. Dann fragt er nach den Gründen der zahlreichen Stellenwechsel. «Wo sieht die Regierung Handlungsbedarf, und was unternimmt sie, um die Arbeit der Schulleitungen in der St. Galler Volksschule weiter zu stärken?», lautet seine dritte Frage. Abschliessend fragt Bürge die Regierung, ob sich das System der «Geleiteten Schule» im Kanton St. Gallen bewährt habe und wie es in Zukunft aussehe.

Aus dem Wahlkreis Wil wurde die Interpellation mitunterzeichnet von Daniel Baumgartner (SP, Flawil), Bruno Cozzio (CVP, Uzwil), Ernst Dobler (CVP, Oberuzwil), Raphael Kühne (CVP, Flawil) und Martha Storchenegger (CVP, Jonschwil). (hs)

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