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Viel Wind um einen vagen Plan

Der kantonale Richtplan stösst den Gemeinderat von Eschlikon vor den Kopf. In einer Stellungnahme äussert er sich diskussionsbereit.
Simon Roth

«Lärmemission, Verschandelung der Natur, Schattenwurf.» Die Argumente des Eschliker Gemeindepräsidenten Hans Mäder gegen einen möglichen Windpark im Gebiet Eschlikon/Littenheid kommen wie aus der Pistole geschossen. Der Gemeinderat hat eine Vernehmlassungsantwort an das Amt für Raumentwicklung eingereicht. Darin formuliert er den Antrag, den potenziellen Standort für Windenergieanlagen aus dem Entwurf des kantonalen Richtplans zu entfernen.

Der politische Gegenwind, der den Windrädern aus der Gemeinde entgegenbläst, gilt jedoch mehr der Diskussionskultur denn der alternativen Energiequelle selbst.

«Der Gemeinderat ist erneuerbarer Energie gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt», sagt Mäder. Diese habe einen entscheidenden Vorteil zum Atomstrom: Sie sei ökologischer. Seit 2003 trägt Eschlikon das Label Energiestadt. Es zeichnet Gemeinden aus, die eine nachhaltige kommunale Energiepolitik umsetzen. Darunter fällt auch die Förderung von erneuerbaren Energien. Mäders Kritik zielt denn auch nicht auf die Windenergie an sich, sondern die Aufnahme von Gemeindegebiet in den Richtplan seitens der Kantonsregierung ohne vorhergehende Rücksprache.

Mit Braunau und Wuppenau im Gespräch

Im Kanton Thurgau wurde 2014 eine Windpotenzialstudie durchgeführt. Über den ganzen Kanton verteilt resultierten acht mögliche Standorte für Windräder, welche bis zu 15 Prozent des Thurgauer Energiebedarfs abdecken könnten.

Mäder sei mit anderen betroffenen Gemeinden wie Braunau oder etwa Wuppenau in Kontakt. Dort sind bereits konkrete Projekte geplant. Er bemerkt vor allem die kommunikativen Probleme, die in den Gemeinden zu gehörigem Bürgerprotest geführt haben. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, wünscht sich der Eschliker Gemeinderat mehr Diskussion. Deshalb fordert er, dass das Gebiet aus dem Richtplan entfernt und eine Wiederaufnahme mit der Gemeindebehörde abgesprochen wird.

Umfahrungsstrasse noch nicht vom Tisch

Der Gemeinderat stört sich weiterhin daran, dass die Umfahrungsstrasse Eschlikon nicht mehr im neuen kantonalen Richtplan figuriert. «Die stillschweigende Herausnahme der Umfahrungsstrasse befremdet und ist so nicht akzeptabel», ist der Stellungnahme der Gemeinde zu entnehmen. «Man hätte sich eine vorgängige Diskussion mit den Verantwortlichen gewünscht», bedauert Mäder und gibt zu bedenken: «Langfristig braucht es eine Lösung für das Problem des Schwerverkehrs.» Die Umfahrungsstrasse soll für die Sicherung des Strassenraumes deshalb im Richtplan bestehen bleiben.

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