Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Viel Taktgefühl und Konzentration: So trommelten sich die Jungtambouren durch Wil

Um die 300 Jungtambouren nahmen an den 39. Jugendwettspielen des Ostschweizerischen Tambourenverbands OTV übers Wochenende teil. Gastgeber waren die Stadttambouren Wil.
Maya Heizmann
Einzelwettbewerb: Lukas Jung von den Stadttambouren Wil gibt sein Bestes. (Bild: Maya Heizmann)

Einzelwettbewerb: Lukas Jung von den Stadttambouren Wil gibt sein Bestes. (Bild: Maya Heizmann)

Der Himmel auf der Bühne im Stadtsaal hängt voller Trommeln. Darunter steht der 20-jährige Lukas Jung aus Wil und trommelt vor der zweiköpfigen Jury Andri Seglias und Jan Künzle seine gewählte Komposition «Jetlag». Während drei Minuten ist der Solist ganz versunken in sein Spiel, es braucht volle Konzentration. Punkte erzielen die technische Ausführung, der Rhythmus und die Dynamik.

Vier Stücke zur Auswahl

Lukas Jung trommelt seit zwölf Jahren bei den Stadttambouren Wil. «Auf meiner schönen und leichten Trommel aus Holz lässt es sich bestens spielen», sagt er. Auf seinem Instrument lässt er mal leise bis ganz laute Töne wie auch Trommelwirbel erklingen. Die meisten Zuhörer bemerken keine Fehler, dafür sind die Juroren zuständig. Auch der 17-jährige Alexander Wibner von Seuzach ist voll bei der Sache. Seit acht Jahren trommelt er, seit sechs ist er in der Vereinssektion «Drum Corps» dabei.

Seine Komposition «Landstricher» sei ein Zweitklassestück, sagt er. Mit seiner Darbietung ist er nicht ganz zufrieden, da das Fell der Trommel im Sommer kaputt war, er einen Unfall hatte und deshalb viel zu wenig üben konnte. «Trommeln ist meine Leidenschaft, die mir sehr viel Spass macht», sagt er. Während er seine Darbietung selbst bestimmen konnte, hatten die Anfänger vier Stücke zur Auswahl: «Tambulino», «Ratatui», «am Chinderfäscht» oder «Morgeland».

«Beim 39. Wettbewerb sind keine Piccolopfeiffer- und Claironspieler dabei», sagt OTV Präsident Kurt Heim. Es fehle an Nachwuchs. Die Jugendspiele seien ein zentrales Element zur Förderung der Wettspieler in ihrer musikalischen Entwicklung. Nebst den Trommelwettbewerben biete so ein Anlass auch immer wieder eine Möglichkeit für Begegnungen über die einzelnen Vereine hinaus. Während am Samstag die Einzelwettspiele auf dem Programm standen, gaben am Sonntagmorgen die Teilnehmer an den Sektionswettbewerben ihr Bestes. Mindestens fünf Spieler bilden je eine Sektion. Der Höhepunkt stellte der sonntägliche Festumzug durch die obere Bahnhofstrasse dar, an dem 14 Sektionen teilnahmen.

Die Wiler Stadttambouren

Die Stadttambouren Wil sind seit 1922 in dem malerischen Städtchen verwurzelt. Gekleidet in die historische Uniform eines St. Galler Tambours um 1830 pflegen sie beispielsweise traditionelles Trommeln. Eine Vielzahl aktueller musikalischer Strömungen findet sich in ihrem Repertoire. Sie konzertieren an diversen Anlässen wie der Altstadt Serenade, dem „Steckliträge“ und Silvesterumzug. Sie zeigen atemberaubendes Kompositions-, Perkussions- und Showtrommeln wie auch mitreissende jazzige oder südamerikanische Melodien. Der Verein ist eine Wettspiel-Sektion und bildet seinen Nachwuchs selber aus. (mhe)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.