Viel Nebel und eine spezielle Beobachtung

FISCHINGEN. Trotz Hochnebel und Nieselregen zählten Mitglieder des Verbandes Thurgauer Vogelschutz im Rahmen eines internationalen Aktionstages am Sonntag an mehreren Orten im Kanton die Zugvögel, die Richtung Süden zogen.

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FISCHINGEN. Trotz Hochnebel und Nieselregen zählten Mitglieder des Verbandes Thurgauer Vogelschutz im Rahmen eines internationalen Aktionstages am Sonntag an mehreren Orten im Kanton die Zugvögel, die Richtung Süden zogen. Mitglieder der Natur- und Vogelschutzvereine Münchwilen und Aadorf hatten sich in Allenwinden getroffen. Auf ihrem Weg in wärmere Gefilde machten im Hinterthurgau Buchfinken, Feldlerchen, Mistel- und Wacholderdrosseln, Ringeltauben, Rotmilane und Wiesenpieper halt. Den Abschluss das Anlasses bildete ein gemütlicher Austausch der Helfer.

Eine aussergewöhnliche Beobachtung machten Vogelschützer am Sonntag andernorts, nämlich in der Eschenzer Bucht. Sie entdeckten dort drei Sichler. «Das ist ganz besonders, weil diese Vögel in Südosteuropa zu Hause sind», sagt Cilia Besançon. Sie und weitere Mitglieder registrierten am Sonntag rund 1000 Zugvögel. «In zwei Wochen wird ein Mehrfaches davon anzutreffen sein. Hier überwintern Zehntausende», sagt Cilia Besançon. Von den 1000 Vögeln waren 250 Reiherenten und 80 Schwalben. Die Schwalben werden weiterziehen. Die Reiherenten, die vor dem Winter in Norddeutschland und zum Teil aus Skandinavien geflohen sind, überwintern in Eschenz. Die Vogelschützerin bedauert, dass nur wenige Besucher sich am Aktionstag über die Zugvogel informierten. «Das Wetter hat nicht mitgespielt», sagt sie.

Der Vogelzug ist ein grosses, beeindruckendes Naturschauspiel. Jährlich legen etwa 50 Milliarden Vögel teils sehr lange Strecken zurück. Die Situation für die Zugvögel ist nicht immer einfach, da mittlerweile viele Rastplätze bedroht oder schon verschwunden sind. (red.)

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