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Viel Kurzweil beim Jahreskonzert des Akkordeon-Orchesters Uzwil

Das Akkordeon-Orchester Uzwil unter der Leitung von Peter Stricker zeigte am Samstagabend am Jahreskonzert, wie mitreissend Akkordeonmusik sein kann.
Christof Lampart
Das Akkordeon-Orchester Uzwil bei seinem Jahreskonzert im Gemeindesaal Uzwil. Bild: Christof Lampart

Das Akkordeon-Orchester Uzwil bei seinem Jahreskonzert im Gemeindesaal Uzwil. Bild: Christof Lampart

Unter der musikalischen Leitung von Peter Stricker trug das Akkordeon-Orchester Uzwil im gut gefüllten Gemeindesaal ein abwechslungsreiches Konzert vor. Musikstücke, die man fast naturgegeben mit «typisch Akkordeonmusik» assoziierte, waren dabei selbstverständlich ebenso zu hören wie auch ziemlich schräge Klänge.

Bravorufe für gespenstische Klänge

Zu den Letzteren gehörte auch der «Tango Nostalgie» des jungen russischen Komponisten Andrej Mouline. Die Ecksätze des dreiteiligen Tangos wirkten dabei ausgesprochen fahl und gespensterhaft. Kein Wunder, fühlte sich Stricker, der zwischen den Stücken den Abend moderierte, «irgendwie an die Adams Family» erinnert. Das Orchester indes bewältigte die schwierige Aufgabe bravourös und bekam dafür – und nicht zu letztem Mal an diesem Abend – Bravorufe vom begeisterten Publikum zu hören. Und es waren Rufe, die ohne Wenn und Aber berechtigt waren.

Antonio Vivaldi trifft auf James Last

Danach setzte das Akkordeon-Orchester mit «A Taste of Venice» einen programmatischen Kontrapunkt. Denn hier hatte sich Stricker die Freiheit genommen, ein barockes Concerto Grosso von Antonio Vivaldi im getragenen Big-Band-Stil eines James Lasts umzugestalten. Stricker selbst bezeichnete das Werk als «Ruhepol des Konzertes» und charakterisierte es somit hervorragend.

Zwischen Chinatown und Oberkrainer

Wunderschön anzuhören war auch das aus fünf kurzen Sätzen bestehende, programmatische Werk «Singapur Skyline», in welchem der deutsche Komponist Wolfgang Russ-Plötz Impressionen aus dem urbanen Leben in Singapur wie die Chinatown, ein Drachenbootrennen, einen Orchideengarten oder den Luxus mondäner Hotels herauf beschwor. Nach der Pause ging es mit der Musik der Original Oberkrainer weiter, wurde doch der bekannte Slavko Avsenik-Titel «Sehnsucht und Liebe» in der ziemlich ungewöhnlichen Besetzung Saxofon und Akkordeon zum Besten gegeben. Das Solo-Saxofon wurde von Peter Stricker höchst selbst gespielt. Der wohl unbestrittene Höhepunkt des ganzen Konzertes folgte mit einem ausgedehnten Querschnitt aus dem Musical «Hello Dolly!» und lud die Zuhörerschaft richtiggehend zum innerlichen Schwelgen ein. Auch dieses Stück war von Peter Stricker meisterhaft arrangiert worden. Warum das Stück so lang geworden ist, erklärte der Tonschöpfer Peter Stricker gleich selbst:

«Beim Durchsehen der Originalpartitur sah ich so viele bekannte Stellen, von denen ich stets dachte, das kannst du jetzt nicht streichen oder das musst du unbedingt auch mit reinnehmen.»

Zuletzt wurde ein weiteres weltbekanntes Werk vorgetragen, nämlich die Rockhymne «Eye oft the Tiger» der Band «Survivor», die anfangs der 1980erJahre für den dritten und gleichnamigen Teil der Rocky-Filmreihe komponiert worden war und rund um den Globus ein unvergesslicher Nummer 1-Hit wurde.

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