Viel Basisarbeit notwendig

Das Thema Volksschulgemeinde Rickenbach-Wilen ist ein emotionales. Dies wurde 2003 deutlich, als sich Widerstand bildete, was die Ablehnung seitens der Wilener Stimmberechtigten zur Folge hatte. Nur acht Jahre später wird eine einzige Schulkörperschaft neuerlich aktuell.

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Das Thema Volksschulgemeinde Rickenbach-Wilen ist ein emotionales. Dies wurde 2003 deutlich, als sich Widerstand bildete, was die Ablehnung seitens der Wilener Stimmberechtigten zur Folge hatte. Nur acht Jahre später wird eine einzige Schulkörperschaft neuerlich aktuell. Nun ist man seitens der Rickenbacher Schulbehörde und des Lehrkörpers skeptisch, obwohl deren Stimmberechtigte 2003 der Volksschulgemeinde zugestimmt hatten. Auf der Sachebene ist die Verschmelzung richtig und wichtig, da man etwa in der Verwaltung noch mehr Ressourcen sparen und Synergien nutzen könnte. Entscheidend dürfte aber die emotionale Komponente sein. Viele Leute werden noch die gleiche Meinung vertreten wie damals. Es geht dabei um teilweise diffuse Ängste wegen der multikulturellen Durchmischung oder den Verlust von Eigenständigkeit. Das Projekt hat wohl nur eine Chance, wenn es auf einer sachlichen Ebene thematisiert wird. Wichtig dürfte sein, welche Einstellung der Nachfolger des Wilener Primarschulpräsidenten Martin Huber hat. Zeigt sich diese Person offen für eine Volksschulgemeinde, so würde Druck auf die Primarschule Rickenbach ausgeübt. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen, und es wird viel Basisarbeit notwendig sein, um die Stimmbürger zu überzeugen. Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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