Videoüberwachung verstärken

Um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen, will Uzwils Gemeinderat zwei weitere mobil einsetzbare Kameras beschaffen. Im Gegenzug wird die Präsenz des Sicherheitsdienstes reduziert, womit Kosten eingespart werden können.

Philipp Stutz
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Die beim Feuerwehrdepot installierte Videokamera.

Die beim Feuerwehrdepot installierte Videokamera.

UZWIL. «Es war ein ruhiges Jahr», bilanziert Ruedi Müller, im Gemeinderat für die öffentliche Sicherheit zuständig: «In Uzwil hatten wir glücklicherweise keine gravierenden Vorfälle zu verzeichnen.» Generell dürfe davon gesprochen werden, dass die Sicherheit im öffentlichen Raum im grossen und ganzen gewährleistet sei.

Patrouillen unterwegs

Die ruhige Situation hat den Gemeinderat dazu bewogen, die Präsenz des Sicherheitsdienstes zu reduzieren, was mit einem Minderaufwand von 40 000 Franken verbunden ist. Insgesamt belaufen sich die Kosten in diesem Bereich auf rund 150 000 Franken.

Die Securitas ist im Auftrag der Gemeinde unterwegs. In Zweierpatrouillen werden neuralgische Punkte kontrolliert. Der private Sicherheitsdienst steht nicht nur an Wochenenden, sondern auch während der Woche im Einsatz. Als neuralgische Punkte erwähnt Ruedi Müller das Gelände rund um den Bahnhof inklusive «Känzeli», den ehemaligen Güterschuppen, den Begegnungsplatz beim Niederuzwiler Marktplatz und das Areal der Schulhäuser. Die Präsenz des Sicherheitsdienstes wird zwar reduziert. «Doch die Securitas ist flexibel und kann ihre Patrouillengänge bei Bedarf jederzeit wieder erhöhen», betont der FDP-Gemeinderat.

Zwei weitere Kameras

Im Budget 2016 der Einheitsgemeinde Uzwil findet sich unter dem Stichwort «öffentliche Sicherheit» ein Betrag von 18 000 Franken, der für die Anschaffung von zwei weiteren Videokameras vorgesehen ist. «Sie dienen der Prävention und können mobil eingesetzt werden», sagt Ruedi Müller.

Positive Erfahrungen

«Sie werden beobachtet», heisst es auf einer Hinweistafel. «Für Ihre Sicherheit wird dieser Bereich mit Video überwacht.» Beim neuen, kostspieligen Begegnungsplatz in Niederuzwil ist seit Mitte August unter dem Vordach des Feuerwehrdepots eine Videokamera installiert. Deren Aufzeichnungen sollen unter Verschluss bleiben und nach 50 Tagen wieder gelöscht werden. Eingesehen werden die Aufnahmen bei Verstössen gegen das Polizeireglement. Die Videoüberwachung ist aber nur eine der Massnahmen, damit auf dem Begegnungsplatz Ruhe und Ordnung herrscht. Tagsüber machen Leute von der Stiftung Business House und am Abend Patrouillen der Securitas Kontrollen. Die bisherigen Erfahrungen seien positiv. Mutwillige Beschädigungen habe es bis jetzt nicht gegeben, Ruhestörungen seien bis jetzt ausgeblieben.

Merklich ruhiger geworden

«Von Nachbarn haben wir positive Rückmeldungen erhalten», weiss Ruedi Müller. Seit Eröffnung des Begegnungsplatzes sei es merklich ruhiger geworden. Auch der Lärm, verursacht durch Autoraser, habe sich vermindert. Wozu erst die angebrachten Schwellen, später die Tempo-30-Zonen beigetragen hätten. Auch habe die Polizei ein waches Auge rund um das Geschehen beim Marktplatz.

«Erhalten wir Rückmeldungen oder Klagen aus der Bevölkerung, besprechen wir zusammen mit Polizei und Securitas das weitere Vorgehen», sagt Ruedi Müller. Zudem treffe sich eine sogenannte Vernetzungsgruppe zu regelmässigen Gesprächen. Diese Gruppe besteht aus Vertretern der Polizei, der Securitas, der sozialen Dienste, der Schulleitung und der Jugendberatung.

Auf dem Begegnungsplatz gegenüber dem Feuerwehrdepot tummeln sich Kinder. Der Platz steht unter ständiger Beobachtung. (Bilder: Philipp Stutz)

Auf dem Begegnungsplatz gegenüber dem Feuerwehrdepot tummeln sich Kinder. Der Platz steht unter ständiger Beobachtung. (Bilder: Philipp Stutz)

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