Verwöhnprogramm für das Ohr

46 junge Erwachsene und 26 Aspirierende haben am Samstagabend unter der Leitung von Dominik Wirth und Nicole Stobrawe auf hohem Niveau musiziert. Das Jahreskonzert der Jugendmusik Uzwil wusste zu überzeugen.

Christine Gregorin
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UZWIL. «Diese Verabschiedungen stehen für einen Generationenwechsel, denn im kommenden Jahr wird sich die Jugendmusik komplett verändert präsentieren. Ich sehe den ständigen Wechsel indes als Herausforderung und Chance zugleich», stellte Präsident Heinz Erismann mit einem vielzitierten weinenden, aber auch einem lachenden Auge fest. Die insgesamt 14 zurücktretenden Musizierenden machen rund einen Drittel des aktuellen Aktivkorps aus, haben alles in allem 95 Jahre in der Jugendmusik Uzwil mitgewirkt und sie entsprechend geprägt. Auf der anderen Seite gehen drei Aspirierende einen Schritt weiter. Überdies gibt die Nachwuchsformation Anlass zu berechtigter Hoffnung: Sie kann sich durchaus sehen lassen, und das sowohl in Bezug auf Quantität als auch auf die bereits vorhandene Qualität.

Einschneidender Wechsel

«Wir werden in Zukunft einen oder zwei Gänge herunterschalten müssen», konstatierte Dirigent Dominik Wirth seinerseits. Die zum Teil langjährig Mitwirkenden hätten ihn gefordert und bedingt durch deren hochstehendes Niveau die in Freundschaft verbundene, musikalische Gemeinschaft zu Höchstleistungen angetrieben.

Simone Mahler (Trompete), Rahel Wiget (Fagott), Thomas Püntener (Trompete), Michèle Rütsche (Querflöte), Daniel Messmer (Posaune), Adrian Eigenmann (Trompete), Fabienne Wiggenhauser (Bassklarinette), Daniel Wildhaber (Tuba), Nina Näf (Sax Alto), Thomas Schnelli (Perkussion), Fabio Keller (Euphonium), Bruno Reuter (Trompete), Jaqueline Steiner (Querflöte und Piccolo) und Nicole Tanner (Klarinette) verlassen die Jugendmusik Uzwil, vorwiegend aus Altersgründen. Alex Erne (Querflöte), Carice Walser (Querflöte) und Mathis Länzlinger (Perkussion) treten vom Aspirantenkorps in die Jugendmusik Uzwil über.

Kurzweilige Unterhaltung

Die Beginnerband und Aspirantenkorps punkteten unter der Leitung von Nicole Stobrawe gemeinsam mit «Reflections on the Missouri River» von Rob Grice und «Musicavenir» von Marc Jeanbourquin. Letzteres könnte frei übersetzt und sinnigerweise wohl ohne weiteres mit musikalischer Zukunft interpretiert werden. Besonders zu bezaubern vermochte Simon Stübi, der mit seinem Trompetensolo in «What A Wonderful World» von George David Weiss selbst seine Dirigentin zu Tränen rührte.

«Marignan», «San Gottardo», «Broken Sword» und «Music For A Solemnity» waren die vom Aktivkorps in der ersten Programmhälfte intonierten Konzertstücke. Nach der Pause gestalteten sich die Vorträge dann schmissig, modern und fetzig. «Musik ist Trumpf», «One Moment In Time» und «Hairspray» begeisterten und zogen jeweils tosenden Applaus nach sich. Für einen krönenden Abschluss mit emotionaler Komponente sorgte letztlich «My Way», wo viele der Abtretenden mit Solopassagen brillierten und sich dergestalt gebührend sowie sehr persönlich verabschieden durften.

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