Verwaltungsrat verkleinert

Die Dorfkorporation Lütisburg führte ihre Versammlung im Restaurant Mühlau durch. Es war die erste Versammlung im neuen Versorgungsgebiet seit der Gebietserweiterung.

Sebastian Keller
Drucken
Teilen
Der Verwaltungsrat der Dorfkorporation Lütisburg: Jakob Büchler, Thomas Felber, Viktor Hollenstein, Walter Fässler und Walter Frick. (Bilder: seb.)

Der Verwaltungsrat der Dorfkorporation Lütisburg: Jakob Büchler, Thomas Felber, Viktor Hollenstein, Walter Fässler und Walter Frick. (Bilder: seb.)

MÜHLAU. Die Dorfkorporation Lütisburg betrat Neuland: Am Mittwochabend nahmen 29 Stimmberechtigte an der ersten Korporationsversammlung teil, die im neuen Versorgungsgebiet stattfand. In der Geschichte der Korporation war es die 108. Verwaltungsratspräsident Viktor Hollenstein blickte auf das abgelaufene Jahr zurück. Das Projekt «Leitungserneuerung und Hydrantennetzerweiterung Restaurant Pöstli/Schlössli» konnte abgeschlossen werden. Unter anderem erhielten neun Liegenschaften Hausanschlüsse. Auch das Projekt «Versorgungsleitung und Hausanschlüsse Neudorf» konnte abgeschlossen werden. «Mit diesen Investitionen sind die grössten Sanierungen des Leitungsnetzes im Dorf abgeschlossen», sagte Hollenstein. Ferner vermeldete er, dass das Wasser aus der Quelle Wieshüsli den gesetzlichen Anforderungen entspreche. Das habe eine unangemeldete Stichprobe ergeben. Amtsbericht, Budget, Rechnung sowie weitere Geschäfte genehmigten die Anwesenden allesamt einstimmig.

Gewinne realisiert

Christine Bamert-Truniger, Kassierin, präsentierte die Zahlen. Die Buchhaltung ist in die Kernaufgaben der Korporation unterteilt – Wasserversorgung und Kommunikationsnetz. Im vergangenen Jahr lösten sie ein Darlehen über 200 000 Franken auf. «Jetzt sind wir schuldenfrei», betonte die Kassierin. Die Jahresrechnung Wasserversorgung schloss mit einem Gewinn von 45 556 Franken; die des Kommunikationsnetzes mit 27 132 Franken. Der grösste Teil dieser Überschüsse wird den Reserven für künftige Leitungserneuerungen zugewiesen. Das Ergebnis der Wasserversorgung ist darauf zurückzuführen, dass es im vergangenen Jahr keinen Leitungsbruch gab. «Das fällt jeweils ins Gewicht.» Von den budgetierten Ausgaben (25 000 Franken) für den baulichen Unterhalt der Anlagen wurde lediglich 536 Franken benötigt. Das Budget 2012 rechne mit Einnahmen in der Höhe der eingetretenen im Jahr 2011. Die Ausgaben seien etwa in der Höhe des Budgets 2011. Ausgaben sind beispielsweise für das Projekt Fernwärmeversorgung vorgesehen (siehe Artikel rechts).

Von sieben auf fünf reduziert

Vor den Wahlen hiessen die Stimmberechtigten die Änderung der Korporationsordnung gut. Diese beinhalte die Reduktion des Verwaltungsrates von sieben auf fünf Mitglieder. Sieben sind es erst seit 2011 – wegen der Gebietserweiterung. Die Reduktion sei eine Forderung des Gesetzgebers, da Verwaltungsarbeiten nicht mehr von VR-Mitgliedern ausgeübt werden dürfen. Der im 2011 gewählte Remo Schafflützel tritt zurück wie auch Christine Bamert-Truniger. Beide sind weiter für die Korporation tätig. Der Präsident und die restlichen Verwaltungsräte wurden wiedergewählt.