Vertiefte Analyse ist nötig

Das Ergebnis ist deutlich und für den Gemeinderat als Ohrfeige zu werten. Zwei von drei Niederhelfenschwilern, die abstimmten, bezeugten mit ihrem «Nein» zum Zusatzkredit für das Mehrzweckgebäude gleichzeitig, dass sie mit der Arbeit der Behörde in dieser Thematik nicht zufrieden sind.

Simon Dudle
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Das Ergebnis ist deutlich und für den Gemeinderat als Ohrfeige zu werten. Zwei von drei Niederhelfenschwilern, die abstimmten, bezeugten mit ihrem «Nein» zum Zusatzkredit für das Mehrzweckgebäude gleichzeitig, dass sie mit der Arbeit der Behörde in dieser Thematik nicht zufrieden sind. Es ging also nicht nur um die zusätzlichen 155 000 Franken, sondern auch um den Fingerzeig Richtung Gemeinderat, dass dieser die Hausaufgaben nicht zufriedenstellend erledigt hat. Eine Kostenüberschreitung von 67 Prozent noch bevor ein detailliertes Projekt überhaupt ausgearbeitet ist, war des Guten zu viel. Dazu kommt: Ursprünglich war die Sanierung des Mehrzweckgebäudes eingebettet in das Projekt «Energetische Modernisierung öffentlicher Gebäude». Demnach hätten alle Gemeindeliegenschaften bis 2017 für einen Betrag von 1,8 Millionen Franken saniert sein sollen. Der Gemeinderat musste das Projekt im vergangenen November aber stoppen, weil er festgestellt hatte, dass die Gebäude zuerst ganzheitlich energetisch und baulich sowie auf deren künftige Nutzung und Alter beurteilt werden müssen. Dabei bemerkte die Behörde, dass die Kosten deutlich höher ausfallen als ursprünglich geplant. Auch hier wurde also ein Projekt lanciert, bevor die Hausaufgaben gemacht waren. Der Ball liegt nun beim Gemeinderat, der dem Volk eine vertiefte und auch ganzheitliche Analyse zu präsentieren hat, um den Goodwill zurückzugewinnen.

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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