VERTAGT: Nichts anderes als ein Denkzettel

Das Rennen um den Vorsitz der Volksschulgemeinde Münchwilen ist nach dem ersten Wahlgang noch nicht entschieden. Amtsinhaber Thomas Wyser erlitt allerdings eine empfindliche Niederlage. Die beiden FDP-Kandidaten liefern sich einen Zweikampf.

Simon Dudle
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Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

«Das Ergebnis ist enttäuschend. Mehr kann ich noch nicht sagen.» So das knappe Statement des Münchwiler Schulpräsidenten Thomas Wyser (CVP). Er hat gestern von den Stimmbürgern einen gehörigen Denkzettel verpasst bekommen. Bei einem absoluten Mehr von 570 Stimmen entfielen nur deren 195 auf ihn. Er liess gestern noch offen, ob er beim zweiten Wahlgang am 21. Mai wieder antreten wird.

Das schlechte Ergebnis dürfte eine Kumulation diverser Punkte sein. Das Fass zum überlaufen brachte wohl, als Wyser an der letzten Schulgemeindeversammlung Details zum Gesundheitszustand von Mitarbeitern ausgeplaudert hatte.

Weinhappl tritt wieder an, Wehrle lässt es noch offen

Mit grosser Wahrscheinlichkeit kommt der neue Schulpräsident aus dem Lager der FDP. Die beiden Kandidaten dieser Partei lieferten sich gestern ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei sich mit Lukas Weinhappl der Präsident der Thurgauer Jungfreisinnigen gegen den ehemaligen Münchwiler Schulpräsidenten Hanspeter Wehrle durchsetzte. Für Weinhappl stimmten 409 Personen, auf Wehrle entfielen 38 Stimmen weniger. Beide verfehlten das absolute Mehr deutlich. Während Wehrle von einem «ehrenvollen Resultat» sprach, zeigte sich Weinhappl überrascht, dass es gar zu Platz eins gereicht hatte. «Schon als Zweiter oder Dritter wäre ich zufrieden gewesen. Dieses Ergebnis hat mich genau so überrascht wie die tiefe Anzahl Stimmen von Schulpräsident Thomas Wyser», sagte Weinhappl. Während er ankündigte, im zweiten Wahlgang wieder zu kandidieren, liess sich Wehrle diesbezüglich noch nicht in die Karten blicken.

Chancenlos blieb der Münch­wiler GLP-Gemeinderat Manfred Filliger. Mit 153 Stimmen machte er das schlechteste Resultat der vier Kandidaten. «Ich hatte mir schon etwas mehr erwartet», sagte Filliger. Ob er erneut antritt, liess er noch offen.

Zwei Neue in die Behörde gewählt

Bei der Wahl in die Schulbehörde wurden Pia D’Angelo (902 Stimmen) und Daniel Lüthi (869) im Amt bestätigt. Den Einzug in die Behörde schafften Tatjana Meillaud (796) und Marlen Cerrone (788), die das absolute Mehr von 433 Stimmen deutlich überboten. Yvonne Bommer und Florian Stotz hatten auf einen Wiederantritt verzichtet. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,5 Prozent.

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