VERLUST: Stickerin im Ortsmuseum

An der Stickmaschine im Flawiler Ortsmuseum wird wieder gearbeitet. Dies wurde an der Hauptversammlung angekündigt.

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Begegnung mit Tieren aus dem Walter-Zoo.

Begegnung mit Tieren aus dem Walter-Zoo.

In Sachen Grossausstellungen macht das Ortsmuseum dieses Jahr eine Pause. War das verlängerte Ausstellungsprojekt «Von Rossweiden zu Baumschulen» doch erst am Samstag, dem Tag der Hauptversammlung, geschlossen worden. Dieses sei über die Region hinaus beachtet worden, sagte der Präsident des Vereins Ortsmuseum Flawil, Urs Schärli, in seinem Jahresbericht. Gleich drei Magazine hätten über das Thema berichtet.

Allerdings war es auch eben diese Ausstellung, die ein Loch in die Kasse gerissen hat. Das Projekt, das auch eine aufwendige Gestaltung des Museumsparks mit Sommerflor beinhaltet hatte, erwies sich als gut doppelt so teurer wie veranschlagt. Nebst den Ausstellungskosten von 22709 Franken schlug jedoch auch die Anschaffung einer neuen Stromschiene sowie die Umrüstung auf LED mit rund 11000 Franken negativ zu Buche. Die Sanierung war nötig geworden, nachdem just am Tag der Ausstellungseröffnung am 1. Mai 2016 der Strom im Museum ausgefallen war. Kassierin Mirjam Untersee präsentierte den 39 Stimmberechtigten in der Remise einen Verlust von 8476 Franken. Budgetiert gewesen war ein Aufwandüberschuss von 2500 Franken. Das Budget 2017 rechnet bei Aufwendungen von 41400 Franken und Erträgen von 39500 Franken mit einem Minus von 1900 Franken.

Der Mitgliederbeitrag bleibt bei 40 Franken. Das Trauzimmer – es soll dieses Jahr eine neue Beleuchtung erhalten – sei wieder sehr viel stärker nachgefragt, freute sich Urs Schärli. Für Ziviltrauungen stehen Berti Knellwolf und Ruth Klaus zur Verfügung.

Ein Artikel der Statuten angepasst

Auf Vorschlag des Kantonalen Steueramtes, das sporadisch die Berechtigung auf Steuerbefreiung überprüft, haben die Mitglieder des Vereins Ortsmuseum Flawil ihre Statuten angepasst. Mit der Änderung wird verbrieft, dass die steuerbefreiten Gelder des Vereins bei dessen Auflösung in der Obhut juristischer Personen bleiben.

Ab dem 2. April wird im Ortsmuseum gestickt. Dafür wird die Handstickmaschine im Keller des Lindenguts wieder in Betrieb genommen. An vier Sonntagen besteht die Möglichkeit, Stickerin Maria Weber bei der Arbeit über die Schultern zu schauen.

Bevor den Anwesenden Werner Muchenbergers Film «Ella Steurer erzählt aus ihrer Jugendzeit im Bahnhofquartier» gezeigt wurde, durfte sich Ueli Schärli vom ehemaligen Vorstandsmitglied Beatrice Mäder mit einem Dreschflegel und einem Hobel beschenken lassen.

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch