Verkehrsbehinderung durch Bäume

Sanierung soll Sicherheit erhöhen Ausgabe vom 10. Juni 2015

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Die in den letzten Jahren vom Gemeinderat eingeführten «Verkehrsberuhigungen» (Fahrbahnverengungen mit Bäumen) stossen bei der Bevölkerung zunehmend auf Unmut und Ablehnung. Umso mehr erstaunt nun das Projekt «Sanierung Enzenbühl- und Grubenstrasse». In der Wiler Zeitung vom 10. Juni wird das Vorhaben sehr wohlwollend, aber ungenau vorgestellt. Auf der reduzierten Fahrbahnbreite von 6,70 m könnten auch Lastwagen und Postautos kreuzen. Mit den drei geplanten Bäumen reicht dort die Fahrbahn mit 4,40 m nicht einmal für PW aus; ganz abgesehen von den Problemen mit dem Ein- und Ausschwenken längerer Fahrzeuge. Auf der stark befahrenen Grubenstrasse ist aber ein problemloses Kreuzen notwendig. Anhalten und Anfahren belasten die Umwelt und steigern bei gewissen Fahrern die Aggressivität. Nicht zu reden von den winterlichen Verhältnissen in dem Bereich.

Auf Weisung des Kantons sollen möglichst viele Fussgängerstreifen aufgehoben werden. Folglich sollen also die Fussgängerstreifen unten beim Beginn der Grubenstrasse und oben bei der Einmündung Florastrasse aufgehoben werden. Dann sind ja die am Strassenrand wartenden Fussgänger eine natürliche «Verkehrsberuhigung». Wer hat dann den Vortritt? Es gibt zu denken, wenn der Präsident der Baukommission schildert, wie schnell oft in die Rechtskurve oben an der Grubenstrasse eingefahren wird. Aber dass wegen einzelner Raser solche Installationen gebaut werden müssen, ist unverhältnismässig. Da ist einfach die Polizei vor Ort gefragt. Es ist fraglich, ob dieses Projekt die Sicherheit der Fussgänger wirklich erhöht.

Thomas und Marianne Ammann Ruhbergstrasse 12, 9230 Flawil