Vergessene Betroffene

Sonisphere-Festival in Jonschwil Verschiedenste Reaktionen konnten den Leserbriefspalten dieser Zeitung entnommen werden. Betroffene Jonschwiler, Schlamm- und Unfallopfer in Unschuldspose oder Veranstalter, die alles dem Wetter anlasten.

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Sonisphere-Festival in Jonschwil

Verschiedenste Reaktionen konnten den Leserbriefspalten dieser Zeitung entnommen werden. Betroffene Jonschwiler, Schlamm- und Unfallopfer in Unschuldspose oder Veranstalter, die alles dem Wetter anlasten.

Kein Wort hingegen von den Hunderten, ja Tausenden öV-Reisender, die unfreiwillig in die unsägliche Schlammschlacht hineingezogen wurden.

Konkret: Noch am Samstag vom 19. Juni hatten wir das seltsame Vergnügen, in schlammverschmierten Zügen zu reisen. Schuhabdrücke und Schlamm auf den Sitzpolstern, dick aufgetragen auf Armlehnen, an den Wänden oder gar an den Kopfpolstern zeugen von der herrschenden Rücksichtslosigkeit zahlloser Festivalbesucher. Jonschwil hat sich mit dieser Kundschaft ein Denkmal gesetzt!

Zur Misere äusserten sich die SBB wie folgt: «… Dass nach dem verregneten Wochenende die Besucher des <Sonisphere> ihre Spuren auch in unseren Züge hinterlassen werden, war uns bewusst – allerdings wurden wir nicht nur vom Ausmass, sondern auch von der Art und Weise, wie unsere Züge verschmutzt wurden, überrascht.

Das ärgert auch uns. Wir haben zusätzliche Mitarbeiter aufgeboten, um die gröbsten Verschmutzungen zu reinigen.

Der frische Schlamm konnte aber nicht überall entfernt werden, vor allem die Böden konnten nur schlecht gereinigt werden.

In erster Linie wurden die Sitzpolster und alle Kontaktflächen gesäubert. Die Zeit ab Betriebsschluss um 01 Uhr bis Betriebsbeginn um 05 Uhr reichte schlicht nicht aus, um alle Züge rechtzeitig wieder auf Vordermann zu bringen …»

So viel sei angemerkt zu einem leider verschwiegenen Kollateralschaden.

Anton Heer-Schönenberger Birkenstrasse 35, 9230 Flawil

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