VEREINSNOTIZEN

Ab durch die Hecke Einsatz in der Hecke des Naturschutzes Niederhelfenschwil-Zuzwil Schon kurz nach der Gründung des Natur- und Vogelschutzvereins Niederhelfenschwil (heute Naturschutz Niederhelfenschwil-Zuzwil) vor sechzehn Jahren, stand das

Merken
Drucken
Teilen
Einsatz in der Hecke: Mit der Motorsäge das dicke Gehölz abschneiden. (Bild: zVg)

Einsatz in der Hecke: Mit der Motorsäge das dicke Gehölz abschneiden. (Bild: zVg)

Ab durch die Hecke

Einsatz in der Hecke des Naturschutzes Niederhelfenschwil-Zuzwil

Schon kurz nach der Gründung des Natur- und Vogelschutzvereins Niederhelfenschwil (heute Naturschutz Niederhelfenschwil-Zuzwil) vor sechzehn Jahren, stand das Thema Hecken im Vordergrund. An geeigneten Böschungen wurden neue, naturnahe Hecken gepflanzt, die für viele bedrohte Vogel- und Tierarten Unterschlupf und Nahrung ermöglichten. Freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützten diese Aktionen, so dass im Verlaufe der Jahre an mehreren Orten wertvolle Naturkleinode entstanden. Dieser Beitrag für eine naturnahe Umwelt findet in beiden Gemeinden breite Unterstützung.

Hecken prägen und bereichern das Landschaftsbild. Sie sind wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere. Aber auch sie müssen gepflegt und von Zeit zu Zeit ausgelichtet werden. Diese Herausforderung stellte sich ebenso bei der Hecke am Steilhang oberhalb des Schlossberg-Quartiers in Zuckenriet. Vor acht Jahren konnte der Naturschutz das unwegsame Gelände oberhalb des Siedlungsgebiets zu einem symbolischen Preis erwerben. Vertraglich liess sich der Verein verpflichten, mit gestufter Bepflanzung, einer grösseren Pflanzenvielfalt und einer Magerwiese einen naturnahen Lebensraum für Vögel und Kleintiere zu schaffen.

Zügig ans Werk gegangen

Der Naturschutz ging zügig an die Verwirklichung des Projekts heran. In einem freiwilligen Arbeitseinsatz wurden 2005 in die durch vorgängige Auslichtung vorbereitete Hecke neue Pflanzen eingegraben. Damit war ein erster Schritt für Neugestaltung getan. Leider überwucherten in kurzer Zeit Lianen, Brombeeren und anderes Gestrüpp das Hecken-Gelände. Damit die nützlichen Sträucher und Pflanzen ihre Wirkung entfalten können, organisiert der Naturschutz regelmässig Pflege-Aktionen. Letztmals befasste sich am Schlossberg vor vier Jahren eine Arbeitsgruppe des Naturschutzvereins mit einer umfassenden Rodungsaktion.

Anstrengender Einsatz

Kalt und nass präsentierte sich am zweiten Samstag im Dezember die Landschaft und das Wetter. Dennoch meldeten sich über 30 wetterfest ausgerüstete Naturfreunde in Zuckenriet zum Arbeitseinsatz. Bereits am Vortag hatten Heckenmeister Peter Siegrist und zwei Kollegen mit Kettensägen dickeres Gehölz zurückgeschnitten. Nun galt es für die Helferinnen und Helfer, die wuchernden Dornen und Waldreben zu entfernen. Im steilen und wegen des Regens sehr rutschigen Gelände war dies ein schwieriges Unterfangen.

Seit dem letzten Einsatz hatte sich die Hecke zu einem fast undurchdringlichen Dickicht entwickelt. Das erschwerte die Arbeit zusätzlich. Den Widrigkeiten zum Trotz kämpfte sich die motivierte Gruppe durch und erfüllte den Einsatz bis zum Mittag. Der Zuckenrieter Landwirt Ueli Blättler, der im Auftrag des Vereins die freien Wiesenflächen bewirtschaftet, rückte mit Traktor, Häckselmaschine und Ladewagen zur Hilfe an. So konnten die gefällten Stauden und das Gestrüpp vor Ort bearbeitet und das Häckselgut ökologisch sinnvoll verwertet werden. Als Lohn winkte in der «Eintracht» ein vom Verein gesponsertes Mittagessen. (ei.)