Vereinsnotizen

Eine innige und freundschaftliche Beziehung Die Sportschützen Wil in Munderkinden, Ulm zu Gast Seit über 20 Jahren pflegen die Sportschützen Wil unter der Leitung von Charly Klaus eine innige und freundschaftliche Beziehung zu den Sportschützen

Drucken
Teilen

Eine innige und freundschaftliche Beziehung

Die Sportschützen Wil in Munderkinden, Ulm zu Gast

Seit über 20 Jahren pflegen die Sportschützen Wil unter der Leitung von Charly Klaus eine innige und freundschaftliche Beziehung zu den Sportschützen aus Munderkinden. In zyklischen Abständen besuchen die Schützen deshalb auch ihre Sportsfreunde, welches jeweils in einem kleinen, aber harten Wettkampf gipfelt.

Die persönliche Freundschaft in Ehren, wird im Wettkampf nicht geschont, und so respektieren die jeweiligen Teams den Gegner, fachsimpeln mit ihm, aber versuchen ihn dennoch im Wettkampf sportlich zu schlagen.

Konsequenzen von Schengen

Der grenzüberschreitende Personalverkehr ist seit einiger Zeit eine wesentliche Erleichterung für manchen Reisenden, doch nicht für Sportschützen und deren Sportgeräte.

Diese können seit dem Abkommen nicht mehr einfach angemeldet und mitgeführt werden, sodass die Gastgeber den Schützen aus der Schweiz ihre eigenen Waffen ausleihen mussten. Dies wiederum ist Resultat- entscheidend, denn jeder Sportler modifiziert im Rahmen der Regeln sein Sportgerät selber und optimiert so seine Resultate. Dadurch hatten die Schützen aus Wil gleich ein doppeltes Handicap: eine neue ungewohnte Umgebung und das fremde Sportgerät.

Eröffnung mit Böllerschuss

Zur Tradition in Munderkinden gehört es, dass der internationale Wettkampf mit einem Böllerschuss eröffnet wird und die einzelnen Sportler dann ihre Wettkampfplätze einnehmen. Über die 10-m-Distanz wurde ein reduziertes Programm durchgeführt. In der 25-m-Distanz wurde ein traditioneller C-Match mit einem Präzisions- und Duell-Durchgang absolviert.

Die 50-m-Distanz ist in Deutschland nicht existent, sodass diese Disziplin nicht geschossen wurde, jedoch mit dem Karabiner in einem Tunnel über die ungewohnte 100-m-Distanz.

Innerhalb der einzelnen Disziplinen lieferten sich die Sportler ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit immer wechselnden Gewinnern. Franz Widmer (Wil) belegte in der Endabrechnung den zweiten Platz und gewann das vereinsinterne Duell vor Hans Ueli Bösch (Lütisburg) und Ruedi Ullmann (Münchwilen).

Auf den Plätzen folgten Josef Renner (Wil), Hans Hollenstein (Sirnach), Ralf Burkart (Wil) und Martin Stillhart (Bütschwil).

Gemütlichkeit ist wichtig

Neben den sportlichen Aktivitäten kam auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz, und so wurde ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden der Sieg oder die Niederlage gefeiert. Dies in einer schönen schwäbischen Umgebung, bei kühlem Bier und einem mehrgängigen Menü, das keine Wünsche offen liess.

Der Sonntag begann für so manchen Schützen viel zu früh. Die Truppe wurde dafür in die Ulmer Festung zur Besichtigung eingeladen, was für das frühe Aufstehen entschädigte.

Ein gemeinsames Mittagessen schloss den gelungenen Ausflug ab und führte die zufriedenen Schützinnen und Schützen wieder zurück nach Wil. (bjw.)

Aktuelle Nachrichten