Vereinsnotizen

Geschichtlich, militärtaktisch und politisch voll aufgetankt Ausflug des Gewerbevereins Flawil Am Dienstag, 21. September, bei herrlichem Altweibersommerwetter, führte der Gewerbeverein Flawil seinen alljährlichen Gewerbeausflug durch.

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Geschichtlich, militärtaktisch und politisch voll aufgetankt

Ausflug des Gewerbevereins Flawil

Am Dienstag, 21. September, bei herrlichem Altweibersommerwetter, führte der Gewerbeverein Flawil seinen alljährlichen Gewerbeausflug durch. Dieses Jahr führte der Ausflug an die Linthebene. Felix Bossart, Mitglied des Gewerbevereins Flawil und Werkführer des Linthwerkes, informierte 37 Mitglieder über die Sanierung und deren Bedeutung des Jahrhundertbauwerkes Linthkanal.

Dabei illustrierte er in kurzweiliger Manier die geschichtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen durch den damaligen Bau des Linthkanals für den Lebensraum zwischen Walensee und Zürichsee.

Felix Bossart und der Starkstrom

Durch die Kanalführung konnte in der Linthebene neues Kulturland für die Landwirtschaft, neuer Lebensraum für Siedlungen und Gemeinden, neues Industrieland für die Wirtschaft, Raum für bedeutende Infrastrukturen und ein einzigartiges Naturschutzgebiet gewonnen werden.

In eindrücklicher Weise veranschaulichte Felix Bossart die geografische Schlüsselposition der Linthebene. Er zeigte die Transportwege der elektrischen Energie vom Stausee in den Bergen, über Verteilknoten und Trafostationen bis ins Mittelland und in weite Teile der Schweiz auf. So wurden den Exkursionsteilnehmern die komplex zusammenspielende Energieversorgung und deren wirtschaftliche Bedeutung eindrücklich vor Ort erklärt.

Der Linthkanal wird durch die circa 2013 abgeschlossene Sanierung für die Zukunft aufgerüstet und sichert so den Lebensraum, die Verkehrswege, den Energietransport und Naturschutz für die kommenden Generationen. Nach all den wissensreichen Informationen wurden die Teilnehmer bei einem improvisierten ersten Apéro an einem schattigen Waldrand gestärkt.

Überraschungs-Reise

Anschliessend führte die Reise nach Näfels, wo Felix Bossart in eloquenter Art in die für die Schweiz bedeutende Geschichte des an den Kanton St. Gallen nördlich angrenzenden Kanton Glarus einführte. So wussten am Ende der humorvollen Ausführungen von Felix Bossart die Gewerbler, woher der erste General der Schweizer Armee kam, wie die Schweizer Nationalfahne entstand, warum die Schlacht bei Näfels durch die Eidgenossen kriegstaktisch geschlagen wurde, wie der ganze

Kanton Glarus spontan an einer Landsgemeinde in nur drei Gemeinden zusammenfusioniert wurde und weshalb die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter vor der Bundesratswahl ein kleines Gässchen im Glarnerischen Städtchen Näfels einweihen durfte.

Zweiter Apéro

Geschichtlich, militärtaktisch und politisch voll aufgetankt führte die Weiterreise auf den Kerenzerberg, wo bei herrlichem Sonnenschein auf den dunkelblauen Walensee eine stimmungsvolle Aussicht herrschte.

Zum Abschluss ging die Weiterreise nach Murg am Walensee, wo das gemeinsame und gemütliche Nachtessen stattfand. (rk.)