Vereinigung gibt sich kämpferisch

Die Altstadtvereinigung will die Wiler Altstadt wieder vermehrt ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Dies soll mit einigen Events und dem Erhalt der Postfachanlage geschehen.

Christof Lampart
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Präsident Simon Lumpert (Bild: art)

Präsident Simon Lumpert (Bild: art)

WIL. Der Präsident der Altstadtvereinigung Wil, Simon Lumpert, konnte am Montagabend im Wiler Hof 22 Vereinsmitglieder begrüssen. Dass es so wenig waren, lag wohl auch an Terminkollisionen, hielten doch zeitgleich die CVP Wil und Wil Tourismus gut besuchte Versammlungen ab.

Das erste Vereinsjahr unter seiner Leitung sei intensiv gewesen, bilanzierte Lumpert. Die beiden Stammtische seien gut besucht gewesen, so dass die Reihe weitergeführt werde, erklärte Lumpert. Ein Gewinn sei auch die gemeinsame Durchführung des Weihnachtsmarktes mit der IG Obere Bahnhofstrasse gewesen. Dadurch, dass die Markthäuschen aus der Altstadt in die Obere Bahnhofstrasse heruntergezogen worden seien, habe man den Fussgängerstreifen bei der St. Galler Kantonalbank «weniger als Hindernis wahrgenommen», so Lumpert. Er wünschte sich, dass dieser Austausch intensiviert würde, denn «wenn Wil als attraktiver Einkaufsort erhalten bleiben soll, dann gelingt das nur, wenn die Geschäfte in der Altstadt und entlang der Oberen Bahnhofstrasse sich nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung verstehen».

Kampf um die Postfächer

Einiges zu reden gab die von der Post angekündigte Schliessung der Oberstadt-Post, obwohl niemand in der Runde glaubte, dass diese noch rückgängig gemacht werden kann. Dass die Stadt die Kosten für den Postbetrieb übernähme, um den Service Public in der Altstadt aufrecht zu erhalten, sei ebenfalls eine weltfremde Annahme. «Selbst wenn der Stadtrat dieses Ansinnen unterstützen würde, würde wohl spätestens das Stadtparlament den Betrag aus dem Budget kippen», sagte ein Mitglied. Für Lumpert ist klar, dass der Vorstand der Altstadtvereinigung trotzdem alles in seiner Macht stehende unternehmen wird, um ein Minimum an Post in der Altstadt zu erhalten. «Wir würden den Weiterbetrieb der Postfachanlage als neuen Sammelbriefkasten für alle Anspruchsgruppen befürworten», so Lumpert.

«Dann hat die Post ein Problem»

Zu reden unter den Versammlungsteilnehmern gab auch, dass die von der Post für die Zustellung verlangten Briefkästen aus Denkmalschutzgründen nicht an den Altstadthäusern angebracht werden dürfen, es gleichzeitig jedoch einen gesetzlichen Anspruch an die Post auf Briefzustellung gebe. Man müsste es einfach «darauf ankommen lassen», meinte ein Teilnehmer. «Wenn die Post trotz vorhandener Briefkästen nicht liefern kann, obwohl sie es muss, dann hat sie ein Problem.»

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