Verdiente Ehrung erfahren

Etwas mehr als eine Woche nach ihrem Erfolg an der Schweizer Meisterschaft wurden die Juniorinnen des Curlingclubs Uzwil zu Hause würdig empfangen. Eine grössere Delegation der Mitglieder feierte ihren talentiertesten Nachwuchs.

Urs Nobel
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Die Silbergirls aus Zuwil zusammen mit Trainerin Ursi Hegner (links aussen) und dem Coach Marco Ruch. (Bild: uno.)

Die Silbergirls aus Zuwil zusammen mit Trainerin Ursi Hegner (links aussen) und dem Coach Marco Ruch. (Bild: uno.)

CURLING. Als die Juniorinnen des CC Uzwil vor einem Jahr Fünfte an der Schweizer Meisterschaft wurden, bezeichnete man diesen Rang im Kreise des Vereins als sensationellen Erfolg. Die Erwartungen in das um ein Jahr älter und reifer gewordene Team waren in dieser Saison entsprechend noch höher. Zuerst galt es jedoch, überhaupt die Qualifikation für den Finaldurchgang zu schaffen. Ein Unterfangen, das keineswegs als selbstverständlich angesehen werden durfte.

Mehr erreicht als erhofft

Die Uzwiler Juniorinnen, bestehend aus Lisa Ruch (Skip), Kerstin Ruch (Nummer 4), Larissa Berchtold, Selina Ruch und Sarah Bieler, liessen sich von diesem «sanften Druck» nicht beirren. Sie wollten einfach das Resultat aus dem Vorjahr bestätigen. Das Unterfangen gelang eindrücklich. Vor der Finalrunde fand sich der CC Uzwil plötzlich auf dem zweiten Zwischenrang. «Erst als wir dann im Halbfinal standen, wurde uns bewusst, was wir schon alles erreicht hatten und was noch alles möglich ist», blickt Coach Marco Ruch auf die Endausscheidung zurück. Die Halbfinalpartie sei ein «Hammermatch» gewesen, schwärmte Marco Ruch anlässlich des Empfangs «seiner» Mädchen. «Der Final wurde von zahlreichen Zuschauern mitverfolgt, da wurde das Team schon etwas nervös.»

Trotzdem fehlte nur ganz wenig zur Goldmedaille und zum Schweizer Meistertitel. Der Gewinn von Silber war dann aber doch ein guter Grund, die Leistungen der Uzwiler Juniorinnen im clubeigenen Restaurant timeout entsprechend zu würdigen und zu feiern. Fast etwas untergegangen ist dabei der Gewinn der Bronzemedaille, welche das Team Uzwil/Wetzikon realisierte.

Keine Selbstverständlichkeit

Anlässlich des Empfangs der Juniorinnen trat Marco Ruch nicht als Coach seines Teams, sondern als Vereinspräsident auf. Er wies in seiner Rede darauf hin, dass der Curling Club Uzwil zurzeit über etliche starke Teams verfüge. «Je ein Herren- und Damenteam spielen in der Nationalliga A. In der Nachwuchs-Kategorie C haben unsere Jüngsten bereits mit einigen guten Resultaten aufgewartet, und auch bei den B-Juniorinnen kommen einige Talente nach.»

Das Tüpfelchen auf dem i seien aber in diesem Jahr die A-Juniorinnen gewesen, die sich bei jedem Einsatz in dieser Saison gesteigert hätten und die sich rechtzeitig auf die Titelkämpfe in Höchstform präsentierten. «Sie haben stets mit grossem Kampfgeist aufgewartet und teilweise unglaublich schwierige und knappe Spiele zu ihren Gunsten entschieden. Und sie sind bereits jetzt für die Schweizer Meisterschaft in der nächsten Saison qualifiziert.»

Verschiedene Erfolgsfaktoren

Stolz und erfreut zeigte sich am Empfang auch die Trainerin der Juniorinnen A, Ursi Hegner. Vier unterschiedliche Charaktere hätten einen guten Zugang zueinander gefunden und ihre Erfolge mit grossem Kampfgeist realisiert. «Sie sind jeweils beherzt in die Spiele gestiegen und haben unglaublich routiniert gespielt. So, wie es die Situation jeweils erforderte.» Mit ein Erfolgsfaktor sei ebenfalls gewesen, dass die vier Mädchen alle auf die Positionen passten, auf denen sie spielten.

Transfermarkt via Facebook

Wie es im nächsten Jahr mit den A-Juniorinnen weitergeht, ist im Moment noch nicht ganz klar. Kerstin Ruch scheidet altershalber aus dem Team aus. Somit muss für sie eine Nachfolgerin gesucht und je nachdem auch die Zielsetzung neu formuliert werden. Ursi Hegner lacht auf die Frage, ob es denn schwierig sei, jemanden für Kerstin Ruch zu finden. «Wer an der Schweizer Meisterschaft Zweite wird, hat keine Probleme damit. Ich bin sicher, die Mädchen stehen via Facebook bereits mit der einen oder anderen möglichen Nachfolgerin in Kontakt.»

Noch ein Eisen im Feuer

In der Finalrunde bei der Elite finden am nächsten Wochenende die Entscheidungen statt. Da sind die Uzwiler Frauen und Männer nicht mehr dabei. Mitte März finden jedoch in St. Gallen noch die Mixed Schweizer Meisterschaften statt. Für diese anstehenden Titelkämpfe hat sich auch ein Uzwiler Team qualifiziert. Dieses besteht aus Rolf Bruggmann, Roger Engler, Ursi Hegner und Nina Ledergerber.