Verdichtung nach innen

OBERUZWIL. Das Wort «Innenverdichtung» ist heute in aller Munde. Wächst doch die Siedlungsfläche in der Schweiz noch immer rasant. Sollen die landwirtschaftlichen Qualitäten und Freiräume erhalten bleiben, gilt es, die vorhandenen Siedlungsflächen besser zu nutzen.

Philipp Stutz
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OBERUZWIL. Das Wort «Innenverdichtung» ist heute in aller Munde. Wächst doch die Siedlungsfläche in der Schweiz noch immer rasant. Sollen die landwirtschaftlichen Qualitäten und Freiräume erhalten bleiben, gilt es, die vorhandenen Siedlungsflächen besser zu nutzen. Verschiedene Massnahmen können umgesetzt werden, um die Siedlungsentwicklung nach innen zu fördern. Schlecht genutzte Bauzonen, Baulücken und Siedlungsbrachen sollten verdichtet werden, bevor neues Bauland erschlossen oder gar neu eingezont wird. Natürlich könnten Innenstädte und Kernzonen neu bebaut werden, sagte Ernst Dobler, Präsident des Gewerbevereins. Wenn es sich nicht gerade um verwahrloste Brachen handle, bedeute dies zuerst einmal einen Werteverlust bestehender Gebäudesubstanz, die abgebrochen werden muss. Eine Nebenwirkung dieses Konzepts seien die hohen Kosten. Diese Rechnung kann laut Dobler aufgehen, wenn die Gebäude schon zu Ende genutzt sind. «Auch wenn wir die Kosten für diese Strategie nicht scheuen, müssen wir ein ganz anderes Verständnis zum Grundeigentum bekommen», betonte der Gewerbepräsident. So müsse die öffentliche Hand als «Immobilienhändler» auftreten, um die Areale vernünftig zu arrondieren, um sie dann der Wirtschaft wieder zuzuführen.