Verbunden in der Verschiedenheit

WIL. Das Nationenfest der Katholischen Kirchgemeinde Wil führte am Samstag zum 22. Mal Menschen verschiedenster Herkunft zusammen. Die Nationen präsentierten sich mit Musik, Landschaftsbildern und mit traditionellen Speisen.

Carola Nadler
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Begegnung in der Verschiedenheit: Das Nationenfest fand bereits zum 22. Mal statt. (Bild: CARO NADLER)

Begegnung in der Verschiedenheit: Das Nationenfest fand bereits zum 22. Mal statt. (Bild: CARO NADLER)

Das Nationenfest wurde in St.Peter mit einem Gottesdienst eröffnet, der von verschiedenen fremdsprachigen Gruppierungen mitgestaltet wurde.

Gleichheit aller Menschen

Zu Beginn spielte Organist Werner Baumgartner ein Eingangsstück, welches er aus den Hymnen aller am Fest beteiligten Nationen zusammengestellt hatte.

Stadtpfarrer Roman Giger strich die grosse Vielfalt der versammelten Menschen heraus: Verschiedene Kulturen und Sprachen, Mentalitäten und Persönlichkeiten. Paulus habe es in seinen Briefen an die Gemeinden im Mittelmeerraum nicht besser formulieren können, als er die Gleichheit aller Menschen vor Gott herausstrich, unabhängig ihrer Herkunft, gesellschaftlicher Stellung oder Ausrichtung. «Ist dies nur ein frommer Wunsch oder erlebbar?», fragte Giger in seiner Predigt. «Spüren wir Christen, dass wir Söhne und Töchter Gottes sind?» Das Nationenfest wolle an diese Tatsache erinnern und diese Verbundenheit feiern, erlebbar machen.

Im Pfarreizentrum präsentierten die beteiligten Nationen mit liebevoll und stolz gestalteten Ständen ihre Kultur, wunderschöne Landschaften und traditionelles Kunstgewerbe.

Darüber hinaus wurden aber auch Projekte wie «Inside Africa Switzerland vorgestellt», ein Verein, der sich für Integration in der Schweiz und Ausbildung in Afrika einsetzt.

Auch die leidvolle Geschichte der Assyrer wurde thematisiert: Vor 100 Jahren aus der Region von Iran, Irak, Türkei und Libanon vertrieben, lebt dieses Volk, das mit Aramäisch die Sprache Jesu spricht, in der Diaspora.

Kulinarische Reisen

Draussen auf der Wiese, zwischen dem katholischen Pfarreizentrum und der Kirche St. Peter, entfalteten sich wunderbare Düfte: Spezialitäten wie Quibe und Coxinha aus Brasilien, Guacamole aus Costa Rica oder Akara und Pofpof – Fingerfood aus Nigeria – luden dazu ein, den Nationen auch kulinarisch zu begegnen, derweil im Saal verschiedene musikalische Vorführungen stattfanden und von der reichen Kultur mitten unter uns zeugten.

Spezialitäten luden zum Kennenlernen ein. (Bilder: Carola Nadler)

Spezialitäten luden zum Kennenlernen ein. (Bilder: Carola Nadler)

Ein Gottesdienst in St. Peter eröffnete das Nationenfest (Bild: CARO NADLER)

Ein Gottesdienst in St. Peter eröffnete das Nationenfest (Bild: CARO NADLER)