Verantwortung übernehmen

36 junge Frauen und Männer der Kirchgemeinde Henau-Niederuzwil bereiten sich seit ein paar Monaten auf die Firmung im November vor.

Cecilia Hess-Lombriser
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Firmkandidat Patrick Dudli entzündet seine Kerze am Licht, das von der Firmkerze stammt. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Firmkandidat Patrick Dudli entzündet seine Kerze am Licht, das von der Firmkerze stammt. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

NIEDERUZWIL. Am 21. November wollen sich Jugendliche aus den Pfarreien Henau und Niederuzwil von Bischof Markus Büchel firmen lassen. Dazu haben sie sich vor einiger Zeit auf den Vorbereitungsweg begeben. «Spuren» ist das Thema, das sie von Anfang an begleitet hat. Um «Spuren hinterlassen» kreisten auch die Gedanken und Gebete im Sonntagsgottesdienst zum öffentlichen Ja.

Vollendung der Taufe

Sie werden Firmkandidatinnen und Firmkandidaten genannt. Mit ihrer Unterschrift bezeugten sie öffentlich, dass sie bereit sind, als Christen in der Kirche und in der Welt Spuren zu hinterlassen und meldeten sich gleichzeitig für die Firmung an. Die Firmung ist aus theologischer Sicht die Vollendung der Taufe. Das lateinische «firmare» heisst übersetzt bestärken, festigen, ermutigen. Die Firmung ist also das Sakrament der Bestärkung des jungen Menschen in seinem Christsein.

Und damit soll er Verantwortung für sich und die Gemeinschaft übernehmen. Um dazu Ja sagen zu können, sind die 36 jungen Frauen und Männer mit Kari Bürgler als Hauptverantwortlichem und freiwilligen Firmbegleiterinnen und -begleitern auf dem Weg und haben über Glaubens- und Lebensfragen nachgedacht.

Spuren hinterlassen

Kari Bürgler leitete auch den Wortgottesdienst zum Öffentlichen Ja. «Jeder Liebe hinterlässt Spuren: Wunden und Wunder» oder «Tritt in Gottes Spuren. Er hat deine Schuhgrösse», waren zwei von mehreren Aphorismen, die vorgelesen wurden. Wo hinterlasse ich Spuren, wann und bei welcher Gelegenheit haben andere bei mir Spuren hinterlassen und wo und wann hat Gott bei mir Spuren hinterlassen, waren Fragen, die Kari Bürgler in die Predigt aufnahm und die sich in Gebeten weiterzogen.

Beim eigentlichen Akt zum öffentlichen Ja entzündeten die jungen Frauen und Männer ihre selbstgestalteten Kerzen an der Firmkerze und setzten dann ihre Unterschrift in den Fussabdruck, den sie zu Beginn des Firmweges gestaltet hatten. Die Fussabdrücke und die Bilder der Firmkandidaten hängen an einer Wand in der Kirche.