Verabschiedung zwischen alten Kirchturmmauern

Verstorbene werden in Tobel-Tägerschen vor Beerdigungen künftig nicht mehr im Pfarrhaus, sondern in einem Raum im Kirchturm aufgebahrt.

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Einsegnung des neuen Aufbahrungsraums durch Pfarrer Leo Schenker. (Bild: pd)

Einsegnung des neuen Aufbahrungsraums durch Pfarrer Leo Schenker. (Bild: pd)

TOBEL. Der Gemeinderat von Tobel-Tägerschen und der Vorstand der katholischen Kirche übergaben den Aufbahrungsraum am Sonntag seiner Bestimmung. Der bisherige Aufbahrungsraum beim Pfarrhaus erschien den Verantwortlichen nicht mehr zeitgemäss und war renovationsbedürftig. Die politische Gemeinde und die Kirchgemeinde beschlossen daher schon vor sechs Jahren, den Aufbahrungsraum in den aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirchturm zu verlegen. Das Bestattungswesen ist im Thurgau Sache der politischen Gemeinde. Sie hat daher den grössten Teil der Kosten von rund 100 000 Franken übernommen.

Der Architektin Bernadette Camera ist es gelungen, das Erdgeschoss des Kirchturms mit offenem Mauerwerk in einen würdigen Aufbahrungsraum zu verwandeln, der durch seine Einfachheit beeindruckt. (rob.)