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Ab 2021 dürfen Velofahrer in Wil nicht mehr durch die Hauptunterführung - doch der Stadtrat sucht Alternativen

Die Unterführung am Bahnhof ist bei grossem Pendleraufkommen zu eng. Während sich für Fussgänger und Rollstuhlfahrer eine Verbesserung abzeichnet, könnte sich für Velofahrer die Situation sogar noch zuspitzen.
Gianni Amstutz
Velofahrer dürfen die Hauptunterführung am Bahnhof Wil nur noch bis 2021 benützen. (Bild: Gianni Amstutz)

Velofahrer dürfen die Hauptunterführung am Bahnhof Wil nur noch bis 2021 benützen. (Bild: Gianni Amstutz)

In der Hauptunterführung am Bahnhof Wil herrscht reges Treiben. Pendler strömen vom Perron in die Unterführung, zwei Fahrradfahrer suchen sich kurvend ihren Weg durch die Menschenmenge, ein Rollstuhlfahrer hat ob des Gewusels Schwierigkeiten, sich einen Weg zur Post zu bahnen. Die Unterführung ist für die unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu eng. Das bestätigt der Stadtrat in seiner Antwort auf die Interpellation von Christoph Kälin (SP): «Aufgrund der erwarteten Verkehrszunahmen im öffentlichen Verkehr genügt die heutige SBB-Infrastruktur am Bahnhof Wil dem geplanten Leistungsausbau durch längere und schwerere Züge nicht mehr», hält der Stadtrat fest.

Rollstuhlfahrer profitieren von velofreier Unterführung

Verbesserungen sind aber in Sicht. Bis spätestens Ende 2023 müsse der hindernisfreie Zugang zu den Perrons auch über die Hauptunterführung möglich sein, schreibt der Stadtrat. Bisher ist dies wegen fehlender Rampen bzw. Lifte nicht gewährleistet. Für die Rollstuhlfahrer wird sich die Situation aber in Kürze verbessern.

Des einen Freud ist in diesem Fall des anderen Leid. Denn die Velofahrer werden ausgebremst. Heute seien sie von den SBB in der Hauptunterführung noch geduldet, ab geplantem Baubeginn 2021 wird diese jedoch komplett velofrei. Der Stadtrat schreibt:

«Die einzige befahrbare Querung der Gleisanlagen für Radfahrende in Bahnhofsnähe führt ab diesem Zeitpunkt über die Unterführung Hubstrasse»

Diese ist aber nicht gerade auf die Bedürfnisse von Velofahrern ausgerichtet, ist sie doch gleichzeitig «die einzige Querung für den motorisierten Individual- und Schwerverkehr auf Wiler Stadtgebiet». Es braucht also eine Alternative, um für Radfahrer eine schnelle und vor allem sichere Querung der Gleise zu gewährleisten.

Stadtrat prüft Alternativen für Velofahrer

Untätig bleibt die Stadt aber nicht. Derzeit werden verschiedene Varianten für eine mögliche Lösung geprüft. Der Stadtrat schreibt aber auch: «Momentan existieren keine gleichwertigen Alternativen zur Hauptunterführung, welche sämtliche Anforderungen der Fussgänger, Rollstuhl- und Radfahrenden abdecken.» Mit der Umnutzung des derzeit stillgelegten Posttunnels, der parallel zur Unterführung verläuft, könne Ersatz geschaffen werden.

Neben Sanierungsarbeiten sind bis zur Nutzung als Querung für Velos aber auch die Rampen zu überarbeiten, was eine grosse Herausforderung darstelle. Der Stadtrat setzt aber nicht nur auf eine Karte. Parallel zur Machbarkeitsstudie «Radquerung Posttunnel» werde auch die «Unterführung/Veloquerung Hubstrasse» untersucht und Handlungsmöglichkeiten entwickelt. Noch unklar ist, wie viel die Realisierung der Projekte kosten wird.

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