Vandalen zerstören Grillstelle

DEGERSHEIM. In der Nacht zum Sonntag wurde die neue Feuerstelle am Grillplatz im Föhrenwäldli, Degersheim, zerstört. Die Grillstelle war erst in diesem Frühjahr umfassend saniert worden. Jetzt sucht die Gemeindebehörde nach Zeugen.

Andrea Häusler
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Eben erst eingeweiht und schon zerstört: Die öffentliche Feuerstelle im Föhrenwäldli wurde in der Nacht zum Sonntag von Vandalen heimgesucht. (Bild: Andrea Häusler)

Eben erst eingeweiht und schon zerstört: Die öffentliche Feuerstelle im Föhrenwäldli wurde in der Nacht zum Sonntag von Vandalen heimgesucht. (Bild: Andrea Häusler)

Holztische, Bänke, ein Unterstand mit Holzvorräten und eine Feuerstelle mit Grillrost. Der Platz oberhalb Degersheims bietet alles, was es für ein Familienpicknick oder einen gemütlichen Abend am Feuer braucht. Die Feuerstelle war, mit Unterstützung der Stiftung der Ersparnisanstalt Degersheim, im Frühling saniert und unlängst eingeweiht worden. Jetzt bietet sich ein Bild der Verwüstung.

Angekohlte Scheiter im sonst leeren Holzunterstand.

Angekohlte Scheiter im sonst leeren Holzunterstand.

Zeugen gesucht

Ein Spaziergänger habe die Zerstörung am frühen Sonntagmorgen entdeckt und gemeldet, sagt Degersheims Gemeindepräsidentin Monika Scherrer. Verkohlte Stämme, abgeplatzte Teile der Ummauerung sowie verbogene Rost- und ausgerissene Halterungsteile liessen darauf schliessen, dass hier wider jede Vernunft und ohne Rücksicht auf Verluste gefeuert worden sei. Hinweise auf die Identität der dafür verantwortlichen Personen gibt es nicht. Deshalb sucht die Gemeindebehörde nach Zeugen. Wer zur fraglichen Zeit rund um den Grillplatz Beobachtungen gemacht hat, möchte diese doch per Mail (gemeinde@degesheim.ch) oder unter Telefon 071 372 07 80 der Gemeindeverwaltung melden.

Videoüberwachung denkbar

Der Vandalenakt hat die Risiken von jederzeit öffentlich zugänglichen Infrastrukturen anschaulich aufgezeigt. Diese sind umso gefährdeter, als sie abseits frequentierter Wege liegen. «Wir haben eine Videoüberwachung geprüft», sagt Monika Scherrer, «sind aber – auch aufgrund der rechtlichen Unsicherheiten – davon abgekommen.» Das Thema könnte aber wieder aktuell werden, falls Degersheim einen Gemeindepolizisten verpflichtet.