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Uzwils Stimmbürger machten etwas Fitness und genehmigten das Budget

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben an der Bürgerversammlung das Budget und den Steuerfuss genehmigt. Zu diskutieren gaben der Radweg nach Schwarzenbach und der Friedhof Henau.
Tobias Söldi
Gemeindepräsident Lucas Keel vor den Fotografien des gebürtigen Uzwilers Stefan Forster. (Bild: Tobias Söldi)

Gemeindepräsident Lucas Keel vor den Fotografien des gebürtigen Uzwilers Stefan Forster. (Bild: Tobias Söldi)

Damit hatte wohl keiner der 306 Anwesenden gerechnet, als sie sich vergangenen Montag zur Bürgerversammlung im Gemeindesaal einfanden: Gemeindepräsident Lucas Keel forderte zu einer kleinen «Fitnessübung» auf. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mussten über einen Antrag abstimmen und dafür, Reihe für Reihe, ihrer Meinung entsprechend aufstehen oder sitzenbleiben. Nach einem ersten Versuch, der an den nicht parallel platzierten Stuhlreihen in den beiden Saalhälften scheiterte, gelang die Zählaktion dann doch. Grund für die Abstimmung war ein Antrag aus den Reihen der Bürgerschaft. Der Uzwiler Armin Benz drängte darauf, in der laufenden Amtsperiode den Radweg nach Schwarzenbach um den Abschnitt von Niederstetten bis zur Stationsstrasse zu komplettieren.

Ohne Angabe einer konkreten Zahl könne der Antrag aber nicht ins Budget aufgenommen werden, entgegnete Keel. Benz schlug kurzerhand eine halbe Millionen Franken dafür vor. Der Antrag wurde mit 124 Nein-Stimmen gegenüber 92 Befürwortungen abgelehnt.

Friedhof Henau wird bis 2021 neu gestaltet

Für einen Radweg von Niederstetten bis zur Stationsstrasse sieht der Gemeinderat keine Notwendigkeit. «Unser Konzept für die Dorfgestaltung Niederstettens sieht ohnehin keinen Schwerverkehr vor», erklärt Keel. Der Abschnitt von der Stationsstrasse nach Schwarzenbach aber werde im nächsten Jahr ausgebaut. Dafür seien im Budget 200000 Franken vorgesehen. Mit der Holcim AG, über deren Abrollstrecke der Radweg führt, sei man im Gespräch.
Auch der Friedhof Henau gab Anlass zu einem Votum aus der Bürgerschaft. 2011 wurde ein Projekt zur Neugestaltung des dortigen Gemeinschaftsgrabs ausgearbeitet. Die Prioritäten verschoben sich aber, weshalb die Umsetzung auf sich warten liess. Niklaus De Boni aus Henau kritisierte, dass auch nach Einreichung einer Petition vor zwei Jahren nichts mehr geschehen sei. Renate Graf vom Ressort Bau und Umwelt sagte dazu, man wolle nicht nur den Urnenhügel verschönern, sondern den ganzen Friedhof neu gestalten, das brauche Zeit. «Der Friedhof Henau soll bis 2021 realisiert sein.» Möglich sei sogar, dass die Arbeiten auf das Jahr 2020 vorgezogen werden.

Budget und Steuerfuss angenommen

Bei der Präsentation des Budgetberichts hob Lucas Keel drei Punkte hervor. Mit einem Ertragsüberschuss von 134000 Franken zeige die Erfolgsrechnung ein ausgeglichenes Ergebnis. Wegen der hohen Investitionen von knapp acht Millionen Franken 2019 sei es in den nächsten Jahren nötig, Geld vom Kapitalmarkt aufzunehmen. Die Zahlen bleiben aber ausgeglichen: Man bewege sich in den gesetzten Grenzen von Minimum 10 Millionen Franken Eigenkapital und einem Maximum von 30 Millionen Franken Verschuldung. Der Steuerfuss, der für 2019 gleich bleibt wie bisher, das Budget der Gemeinde und dasjenige der Technischen Betriebe wurden mit vereinzelten Gegenstimmen deutlich angenommen.

Weniger Kreditvorlagen für die Bürgerschaft

Das neue Rechnungsmodell (RMSG), dem die ungewohnte Darstellung des Budgets geschuldet ist, führt auch zu Veränderungen für die Bürgerschaft. Neu wird zwischen wertvermehrenden und werterhaltenden Investitionen unterschieden. Letztere fallen in die Kompetenz des Gemeinderats, etwa, wenn eine Schulanlage erneuert wird. «Die Bürgerschaft ist für wertvermehrende Investitionen zuständig. Sie wird tendenziell weniger Kreditvorlagen erhalten», sagt Keel.

Am Ende blieb ihm nur noch die Bitte um Nachsicht wegen der ungeplanten «Fitnessübung». «Das machen wir das nächste Mal besser», verspricht er mit einem Augenzwinkern.

Zwei Fusionen sind im Gang

Aus dem Ressort Öffentliche Sicherheit berichtete Ruedi Müller über den Stand der Fusion der Feuerwehren der Gemeinden Uzwil, Oberuzwil, Oberbüren, Niederhelfenschwil und Zuzwil. «Wir sind auf gutem Weg. Die Neuorganisation ist zukunftsgerichtet und nachhaltig», sagt er. Die neue Feuerwehr wird den Namen Regionale Feuerwehr Uzwil tragen und voraussichtlich am 1. Januar 2020 starten. Müller präsentiert auch Zahlen: «Die Feuerwehr Uzwil war 2017 gut jeden zweiten Tag im Einsatz.» Christine Wirth, Ressortleiterin Soziales und Gesundheit, rekapitulierte die vergangene Woche vollzogene Fusion der drei regionalen Spitex-Vereine Uzwil, Wil-Land und Oberuzwil-Jonschwil-Lütisburg. Die neue Spitex startet im Januar 2019 unter dem Namen Spitex Region Uzwil. Für die Klienten ändert sich wenig: «Es gibt ein neues Logo, eine neue Telefonnummer und die Rechnung kommt von einem anderen Ort. Die Mitarbeitenden bleiben aber die gleichen.» (tos)

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