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UZWIL/FLAWIL: 107 Strafverfahren – ein Mord

Die Zahl der beim Kreisgericht Wil eingegangenen Verfahren, erreichte 2017 mit 2072 Fällen eine neue Höchstmarke.

Jetzt wissen auch die Richterinnen und Richter sowie die Angestellten des Kreisgerichts Wil, wie das neue Uzwiler Gemeindehaus von innen ausschaut. Kürzlich waren sie zur Besichtigung geladen. Im Anschluss informierte Gerichtspräsident Stefan Haltinner über das vergangene Jahr, das mit 2072 neuen Verfahren (+7 Prozent gegenüber 2016) einen Höchststand an Fällen gebracht hatte. Am zahlreichsten waren die Verfahren betreffend Schuldbetreibung und Konkurs mit 910. Diese betreffen Personen, die Rechnungen nicht bezahlen wollen oder können.

Familienrecht bescherte grössten Aufwand

Der grösste Arbeitsaufwand ergibt sich im Familienrecht, sagte Haltinner und gab Einblick in die Statistik: Im Jahre 2017 betrafen rund 100 Verfahren die Regelung der Situation während der Ehe (Obhut über die Kinder, Besuchsrecht, Alimente, Wohnungszuteilung). 250 Verfahren betrafen Scheidungen, Abänderung von früheren Scheidungsurteilen, Vaterschaften, Unterhalt von Kindern nicht verheirateter Eltern oder volljähriger Kinder in Ausbildung. Im Familienrecht waren sieben Verhandlungen zusammen mit zwei Beisitzern nötig. Die anderen Verfahren konnten durch einen Richter entschieden werden. Dabei wurde in der Regel die von den Ehegatten eingereichte oder durch das Gericht vorgeschlagene Scheidungskonvention genehmigt.

Diebstahl, versuchte Tötung und Mord

In 80 Verfahren waren Ansprüche aus Verträgen strittig. Darunter waren Arbeits-, Miet- und Werkverträge, Darlehen, Kaufverträge und Ähnliches. Bei einem Streit bis 30000 Franken kann ein einzelner Richter entscheiden. 20 Verfahren betrafen einen Streit von über 30000. Fünf konnten gütlich erledigt werden. Bei 15 war eine Verhandlung mit zwei Beisitzern nötig.

107 Strafverfahren wurden behandelt. Bei 47 Verfahren verlangte die Staatsanwaltschaft eine Strafe bis zu einem Jahr. Bei 54 Verfahren wurde eine Strafe zwischen einem und fünf Jahren beantragt. Diese werden mit zwei Beisitzern beurteilt. In vier Verfahren wurde eine Strafe über fünf Jahre beantragt. Diese werden mit vier Beisitzern beurteilt. Diese betrafen zweimal gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl, eine versuchte Tötung und einen Mord.

Anfang des Jahres waren 398 Verfahren noch nicht beurteilt. In seinem Referat wertete Gerichtspräsident Stefan Haltinner diese Pendenzenlage als gut. Da beide Seiten sich abwechselnd schriftlich äussern können und oft eine Verhandlung erforderlich ist, ist eine gewisse Verfahrensdauer erforderlich.

Beim Kreisgericht Wil sind mit der Gerichtspräsidenten zwei Richterinnen und fünf Richter angestellt. Die sieben Beisitzerinnen und fünf Beisitzer werden abwechslungsweise bei den Verhandlungen der gewichtigeren Verfahren eingesetzt. (pd/ahi)

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