Uzwiler stimmen der Sanierung der Eishalle deutlich zu

81 Prozent der Uzwilerinnen und Uzwiler stimmten dem Kredit in der Höhe von 5,8 Millionen Franken zu. Gemeindepräsident Lucas Keel zeigt sich erfreut.

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Die Uzehalle kann nach dem deutlichen Ja des Stimmvolks saniert werden.

Die Uzehalle kann nach dem deutlichen Ja des Stimmvolks saniert werden.

Visualisierung: PD

(gia/pd) Die Zustimmung zur Abstimmungsvorlage fällt deutlich aus. Mit 1890 Ja- zu 442 Neinstimmen haben Uzwils Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Kredit für die Sanierung der Eishalle deutlich zugestimmt.

Das Ergebnis kommt wenig überraschend, haben sich die Ortsparteien doch für den Kredit starkgemacht. Die Rede war von einer sinnvollen Investition in die Zukunft, die einen gesellschaftlichen Mehrwert bringt. Immerhin umfasst alleine die Juniorenabteilung des EC Uzwil rund 110 Junioren.

35-jährige Fassade ist brüchig

dem Ja des Stimmvolks steht der Sanierung nichts mehr im Weg. Gemäss der Abstimmungsbotschaft soll dies in der nächsten Sommerpause zwischen April und September 2021 geschehen.

Einerseits geht es dabei um Mängelbehebungen. Die 35-jährigen Fassadenelemente sind teils brüchig. Anderseits soll die Sanierung die Uzehalle energetisch auf den neusten Stand bringen.

Durch die Dämmung des Dachs, die Isolierung der Fassade sowie die Umrüstung auf eine LED-Beleuchtung soll der Energieverbrauch deutlich sinken. Doch nicht nur das.

Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach soll einen Jahresertrag von ungefähr 3'530'000 Kilowattstunden erreichen, was dem Energieverbrauch von 80 bis 90 Haushaltungen entspricht. Mit dem so gewonnenen Strom werden Eis- und Curlinghalle sowie während des Sommers das Schwimmbad versorgt.

Auch deshalb sagt Gemeindepräsident Lucas Keel: «Das Ja ist auch ein Ja, eine Eishalle so fit zu trimmen und zu betreiben, dass sie die ökologische Verantwortung wahrnimmt.»

Keine Belastung für Gemeindehaushalt

Der Gesamtkredit beläuft sich auf 5,78 Millionen Franken. Da die Summe zu Lasten der Spezialfinanzierung Energie finanziert werden soll, belastet sie laut Gutachten weder den Gemeindehaushalt noch den Steuerfuss.

Gemeindepräsident Lucas Keel spricht von einem Meilenstein für die Anlage, welche bereits 1959 als erste Kunsteisbahn der Ostschweiz gebaut und danach stetig weiterentwickelt wurde. 1985 wurde sie überdacht und 1988 die Sitzplatztribüne gebaut.

Mit dem positiven Abstimmungsergebnis geht die Geschichte der Uzehalle nun weiter und die Anlage macht einen Schritt in die Zukunft. Oder wie es Lucas Keel ausdrückt: «Die Geschichte des Eissports in Uzwil kann weitergeschrieben werden.»

«Die Geschichte des Eissports in Uzwil kann weitergeschrieben werden.»