Uzwiler Kunstradfahrer Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri sind mit Rang vier in ihre letzte Saison gestartet

Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri, die WM-Zweiten von 2018, haben beim ersten internationalen Online-Wettkampf im Zweier überzeugt. Das Duo vom Verein Kunstradfahren Uzwil zeigte sich mit seiner Leistung zufrieden, auch wenn es in seiner Kür noch etwas unsicher und wacklig gewesen war.

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Holten vor einem Jahr an den Hallenradsport-Weltmeisterschaften in Basel zum dritten Mal WM-Bronze im Zweier nach 2015 und 2017.

Holten vor einem Jahr an den Hallenradsport-Weltmeisterschaften in Basel zum dritten Mal WM-Bronze im Zweier nach 2015 und 2017.

Bild: PD (Basel, 7. Dezember 2019)

(pd/tm) Durch die abgesagten Testwettkämpfe im Frühling bot sich für das Uzwiler Zweierteam Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri mit dem virtuell stattfindenden Wettkampf die Möglichkeit, ihre Form zu testen und Wettkampfpraxis zu gewinnen. In einem starken Teilnehmerfeld belegte das Duo Rang vier, womit der Start in dessen letzte Saison gelang.

Hinter diesem Wettkampf vom vergangenen Samstag steckt laut Angaben des Vereins Kunstradfahren Uzwil viel Arbeit, da die ganze Technik für eine gelungene Durchführung entscheidend ist. Sowohl die Kampfrichter als auch die Zuschauer verfolgen die Küren jeweils von zu Hause aus über einen moderierten Livestream.

Wettkampfrichter hatte vergessen, die Zeit zu nehmen – so musste die eigene Trainerin einspringen

Für die teilnehmenden Sportler bieten sich viele Vorteile. Sie haben keinen weiten Anreiseweg und es sind keine weitreichenden Schutzmassnahmen nötig, da jedes Team in der seiner gewohnten Trainingshalle startet. Für Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri bedeutete dies, dass sie ihre Küren im Gemeindesaal Uzwil zeigten. Die vierfachen WM-Medaillengewinner sagten zum neuen Format:

«Auch wenn man nur per Livestream mit dem Kampfgericht und den Zuschauern verbunden ist, kommt das Wettkampfgefühl trotzdem auf.»

Mit ihrer dargebotenen Leistung waren Hammerschmidt und Burri zufrieden, auch wenn ihre Kür teilweise noch ein wenig wacklig oder unsicher war. Den Kampfrichtern unterlief sogar noch ein kleines Missgeschick bei der Kür des Uzwiler Zweierteams, hatten sie doch vergessen, die Zeit zu nehmen.

Glücklicherweise hat Trainerin Claudia Jiricek in der Halle gestoppt und konnte so nach der Kür den Kampfrichtern mitteilen, dass alle Übungen innerhalb der erlaubten Zeit absolviert wurden. Alle Starter aus verschiedenen Disziplinen wurden schliesslich in einer mit Faktoren korrigierten Rangliste geführt.

Besonders bitter für Duo: WM in Stuttgart wurde abgesagt

Auch wenn die Hallenradsport-Weltmeisterschaft in Stuttgart dieses Jahr wegen der Coronapandemie nicht stattfinden kann, hoffen die Uzwiler Kunstradfahrer auf eine reguläre Durchführung der nationalen Wettkämpfe. Haben sie den ganzen Sommer doch alles gegeben, um für die Herbstsaison bereit zu sein.

Für Burri und Hammerschmidt ist die WM-Absage besonders bitter. Schliesslich wollten sie Ende November in Stuttgart ihre erfolgreiche Karriere mit Gold beenden. Nun dürften sie laut Claudia Jiricek voraussichtlich Ende Oktober an den Schweizer Meisterschaften in Liestal ihren letzten Wettkampf bestreiten.